Benzin ist teuer geworden zum Jahreswechsel

Brennstoffemissionshandelsgesetz | Klimafreundliche Alternativen

Seit einigen Tagen müssen Autofahrer höhere Abgaben beim Tanken leisten. Denn der Bundestag hat ein Gesetz für mehr Klimaschutz verabschiedet. Wie der ADAC erklärt, ist es Ziel, fossile Brenn- und Kraftstoffe weniger attraktiv zu machen und zum Umstieg auf klimafreundlichere Alternativen anzuregen.

Region. Zum einen kehrt die Mehrwertsteuer wieder auf ihr altes Niveau von 19 Prozent zurück. Zum anderen verteuert die neue CO2-Bepreisung Treibstoffe im neuen Jahr besonders saftig. Zusammen macht das zehn bis elf Cent pro Liter aus, wie sowohl der Mineralölwirtschaftsverband (MWV) als auch der ADAC errechnet haben. Am vergangenen Mittwoch bereits kletterte in Einbeck der Preis für Benzin auf über 1,50 Euro pro Liter.

Um die steigenden Kosten für Autofahrer etwas abzufedern, wird die Entfernungspauschale ab dem 21. Entfernungskilometer um 5 Cent pro Kilometer erhöht, je gefahrenen Kilometer somit um 2,5 Cent. Das ist nicht kostendeckend, trägt aber der Mehrbelastung bei Pendlern teilweise Rechnung. Für Pendler, die keine Einkommensteuer zahlen, tritt an die Stelle der Entfernungspauschale eine Mobilitätsprämie in Höhe von 5 Cent pro Kilometer ab dem 21. Entfernungskilometer.

Die jetzt beschlossene Anhebung der Sätze der CO2-Bepreisung bewertet der ADAC im Zuge der notwendigen Maßahmen zur Verringerung der CO2-Emissionen im Verkehr als einen schmerzhaften Kompromiss für Autofahrer. Es sind damit erhebliche Belastungen gerade für diejenigen verbunden, die auf das Auto angewiesen sind. Nur ein Teil der Kosten wurde durch die zusätzliche Aufstockung der Entfernungspauschale beziehungsweise die Mobilitätsprämie aufgefangen, und dies auch nur befristet von 2021 bis 2026.

Die gesamten Einnahmen aus dem CO2-Preis sollen zur Senkung der EEG-Umlage zur Förderung des Ökostroms verwendet und so den Bürgern zurückgegeben werden. Dies bedeutet für 2021 eine Senkung der EEG-Umlage von 5,4 Milliarden Euro. Je höher der CO2-Preis dann steigt, desto höher sind auch die Entlastungen bei der EEG-Umlage. Sie ist ein wesentlicher Bestandteil beim Strompreis. Als Folge der Entlastungen bei der EEG-Umlage soll der Strompreis im ersten Jahr des neuen Systems – also 2021 – bei einem durchschnittlichen Haushalt um mehr als 60 Euro pro Jahr sinkt.sts/oh

Region

Rentiere in Silberborn

Homeschooling vor Abschlussprüfung