Dankbar für eine schöne Pilgerreise

Dekanats-Fahrt zum Heiligen Jahr nach Rom | Zahlreiche Kirchen und touristische Sehenswürdigkeiten

Vor dem Petersdom: Die Pilgergruppe aus dem Dekanat mit Teilnehmern aus Einbeck und Dassel erlebte interessante Tage in der Ewigen Stadt.

Region. Nach dem Flug von Düsseldorf nach Rom wurde die Gruppe mit Teilnehmern aus Einbeck, Dassel und der gesamten Region im Alter von etwa 30 bis 80 Jahren von Reiseleiter Sebastian Terdik empfangen, und er startete gleich die Pilgerfahrt, indem er mit den Teilnehmern zur zweiten Pilgerkirche Roms, Sankt Paul vor den Mauern, fuhr. In diese Basilika gingen sie betend und singend durch die Heilige Pforte, und sie besichtigten, bereichert durch die Erklärungen des Reiseleiters, die Basilika.

Im Anschluss ging es ins Quartier, dem Hotel »Casa Tra Noi«. Am zweiten Tag führte der Pilgerweg zur ersten Hauptpilgerkirche Roms. San Pietro in Vaticano, dem Petersdom. Zuvor wurde ein gemeinsamer Gottesdienst in der Kirche des Campo Santo Teutonico, des deutschen Friedhofs im Vatikan, gefeiert. Nach dem Gottesdienst fand ein Höhepunkt der Pilgerreise statt: der Pilgerweg, angeführt von dem Pfarrer Ewald Marschler und Dechant Franz Kurth und in der Mitte ein Pilger aus der Gruppe mit einem größeren Pilgerkreuz, das dort zur Verfügung gestellt wurde.

Die Gruppe ging singend und betend von der Engelsburg hindurch durch die Heilige Pforte in den Petersdom. »Dieser Moment war für mich sehr feierlich und ergreifend«, berichtet Annemarie Klipsch. Nach einem geistlichen Wort konnte der Reiseführer dann die Basilika mit der Kuppel von Michelangelo erklären. Die Pilger haben das Grab des Heiligen Petrus und die Grotten mit den Papstgräbern gesehen und sehr viel mehr. Am Nachmittag stand der Besuch der Vatikanischen Museen mit der Sixtinischen Kapelle auf dem Programm.

Am dritten Tag besichtigte man zusammen mit dem Reiseleiter die Altstadt Roms. Zunächst ging es in die Kirche Santa Maria del Popolo, in der der tägliche Gottesdienst gehalten wurde. Im Lauf des Vormittags ging es weiter zur Spanischen Treppe, die zurzeit aber nicht zu betreten ist, weil sie restauriert wird. Die Treppe ist der Aufstieg zur schönen Kirche Santissima Trinita del Monti. Weiter ging es zum Trevi-Brunnen und zum Pantheon. An allen Stellen erläuterte der Reiseleiter sehr viel.

Den Nachmittag verbrachten die Reisenden auf der Piazza Navona, einem der interessantesten Plätze der Welt. In seiner Mitte befindet sich der Vierströmebrunnen. An vier Stellen fließt Wasser hervor, das die Flüsse der damals bekannten vier Erdteile symbolisiert: Nil, Donau, Rio de la Plata und Ganges. »Ich habe gern den Malern dort zugesehen, wie sie die Menschen porträtierten, oder man konnte seinen Namen kunstvoll schreiben lassen«, berichtet Annemarie Klipsch von diesem schönen Nachmittag.

Am vierten Tag, dem Mittwoch, fand auf dem Petersplatz die Generalaudienz des Papstes statt. Leider hatten nicht alle das Glück, den Papst zu sehen, denn viele Pilger stellten sich auf die Stühle, so dass sie den Blick versperrten, oder wenn sie sich schon hingesetzt hatten, spannten sie ihre Schirme auf, und deswegen blieb vielen der Blick verwehrt. »Ich habe es sportlich gesehen und mir gesagt: Dabeisein ist alles«, so Annemarie Klipsch.
Gelegenheit zu einem persönlichen Gespräch mit dem Heiligen Vater hatten Pfarrer Marschler und Pfarrer Kurth, die die Gelegenheit nutzten, ihm Geschenke zu überreichen. 1.250 Euro hatten die Pilger für soziale Aufgaben des Vatikans gespendet, weitere 200 Euro aus einem Brautamt kamen hinzu. Und mit hausgeschlachteter Wurst aus Hullersen vom Hof Krengel war auch für das leibliche Wohl von Papst Franziskus gesorgt. Vom Oberhaupt der katholischen Kirche nahmen sie Segenswünsche für ihre Pilgergruppe sowie für die Gemeinden und das Dekanat mit.

Nach dem Mittagessen in einem Restaurant neben dem Petersdom war Gelegenheit, allein die Ewige Stadt zu erkunden oder Besorgungen zu machen. Am nächsten Tag führte der Pilgerweg zur dritten Patriarchal-Kirche, San Giovanni in Laterano, der Kirche des Bischofs von Rom und erster Papstsitz. Auch dort ging es betend durch die Heilige Pforte. In einer Kapelle neben dem Papstaltar wurde der tägliche Gottesdienst gefeiert. Danach ging es durch die Heilige Pforte der vierten Pilgerkirche, Santa Maria Maggiore, der bedeutendsten Marienkirche Roms. Im Laufe des Tages führte der Reiseleiter die Gruppe zum Colosseum und zum Forum Romanum.

Am nächsten Tag wurde das antike Rom besichtigt. In San Stefano Rotondo auf dem Hügel Caelius fand der Gottesdienst statt. Nach weiteren Kirchbesuchen ging es am Circus Maximus vorbei. Den Nachmittag konnte jeder selbst gestalten: die Altstadt ansehen oder über die Tiberinsel nach Trastevere gehen.

Am letzten Tag besichtigten die Pilger vor dem Heimflug noch die Domitilla-Katakombe mit Gottesdienst im Vorraum. Danach ging es mit einem erfahrenen Leiter in die unterirdischen Gänge, um die Grabstätten zu sehen, die über zig Kilometer weit verzweigt sind.
Gegen Mittag fuhr der Bus die Pilger zum Flughafen um von dort nach Hause zu fliegen. »Ich bin sehr dankbar, diese schöne Pilgerreise mitgemacht zu haben«, zieht Annemarie Klipsch eine persönliche Bilanz dieser Fahrt.

Annemarie Klipschoh