Gute Naturschutzarbeit im Naturpark

Northeim/Neuhaus. Im Rahmen der Verbandsversammlung des Naturparks Solling-Vogler wurde jetzt in Neuhaus das Projekt »Kooperativer Naturschutz« des Naturparks als Offizielles Projekt der UN-Dekade »Biologische Vielfalt« ausgezeichnet, es darf diesen Titel in den kommenden zwei Jahren führen.

Im Wettbewerb »Biologische Vielfalt« des Bundesamtes für Naturschutz werden Projekte gewürdigt, die sich in besonderem Maß für biologische Vielfalt und nachhaltige Nutzung einsetzen. Die Auszeichnung wurde durch den Ehrenpräsidenten des Verbandes Deutscher Naturparke (VDN), Dr. Michael Arndt, an den Naturpark übergeben. Er sei gerne für dieses Ereignis gekommen, um einen Preis für ein so tolles Vorhaben zu überreichen, sagte er.

Da sowohl die Kooperation im Naturschutz als auch der Einsatz für die Artenvielfalt Schwerpunkte des Projekts bilden, habe man gekonnt zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen, so Arndt. Ralf Buberti, Dezernatsleiter für Bauen und Umwelt des Landkreises Northeim und Vertreter von Landrätin Klinkert-Kittel als derzeitige Vorsitzende des Zweckverbandes Naturpark Solling-Vogler, nahm die Auszeichnung erfreut entgegen.

Er hob hervor, wie sehr dieses außerordentlich sinnvolle und kooperative Projekt landkreisübergreifend mit Leben erfüllt werde. Biologische Vielfalt hat sich das Projektbüro Kooperativer Naturschutz zur Aufgabe gemacht. Das von 2017 bis 2021 laufende und über die Förderrichtlinie Landschaftspflege und Gebietsmanagement (LaGe) mit Zuwendungen des Landes Niedersachsen unter finanzieller Beteiligung der Europäischen Union bis 2021 finanzierte Projekt hat den Erhalt der artenreichen Grünlandflächen und die Förderung der Artenvielfalt im Naturpark zum Ziel.

Die Aufgaben der fachlichen Mitarbeiter Dr. Ansgar Hoppe und Erika Voss sowie der Verwaltungskraft Corinna Ebbighausen sind dabei genauso vielseitig wie die Landschaft, die es zu erhalten und zu pflegen gilt. Die Kooperation zwischen landwirtschaftlichen Betrieben, den Niedersächsischen Landesforsten mit den Waldökologen, den Unteren Naturschutzbehörden der Landkreise Northeim und Holzminden sowie den Naturschutzverbänden NABU und BUND stehe dabei an erster Stelle, wie Hoppe betonte.

Besonders die Beratung und Zusammenarbeit mit Landwirten stelle einen wichtigen Bestandteil der Arbeit da, um artenreiches Grünland zu erhalten und zu entwickeln. Für den Geschäftsführer des Naturparks, Kurt Hapke, fiel die Zwischenbilanz nach knapp zwei Jahren Laufzeit durchweg positiv aus. Das Projekt sei ein »Glücksfall für den Naturschutz in der Region« und eine besondere Würdigung des bisherigen Projekterfolges.oh