Kreistag Northeim

Kreishaussanierung ab November

Gesamtvolumen 5,561 Millionen Euro für dreieinhalb Jahre | Etagenweise

Die 29. und ver­mutlich letzte Kreistagssitzung dieser Wahlperiode wurde jetzt wieder in der Northeimer Stadthalle abgehalten. Bis der sanierungsbedürftige Sitzungssaal im ebenfalls zu sanierenden Kreishaus wieder zur Verfügung steht, wird es noch einige Jahre dauern.

Northeim. Bei der jüngsten Kreistagssitzung hat Landrätin Astrid Klinkert-Kittel über notwendige geplante Baumaßnahmen am Kreishaus berichtet.

In den kommenden dreieinhalb Jahren werde man sich intensiv der Brandschutz- und WC-Sanierung des Kreisverwaltungsgebäudes in Northeim widmen, kündigte sie an. Neben dem Einbau von Brand- und Rauchschutztüren in den Fluren zu den Türmen müssten auch Brandlasten beseitigt beziehungsweise brandschutztechnisch geschottet werden. Die fehlende Feuerbeständigkeit der Sanitäraußenwände erfordere in den Sanitärbereichen Abrissarbeiten und eine Neustellung der Wände. Wegen wiederkehrender Leckagen und Verstopfungen werde eine vollständige Sanierung der WC-Anlagen erfolgen. Da die WC-Sanierung baulich in die Brandschutz­sanierung eingreife, sei eine Trennung dieser Maßnahmen technisch, wirtschaftlich und unter Berücksichtigung der Fürsorgepflicht gegenüber den Mitarbeitern nicht möglich.

Aufgrund eines Wasserschadens und dem Totalausfall der Klima- und Lüftungsanlage des Kreissitzungssaals musste dieser im August 2019 gesperrt werden. Auch die Sanierung des Kreissitzungssaals greife baulich tief in die Brandschutzsanierung ein, sie müsse daher in die anderen Maßnahmen integriert werden, um das Gesamtkonzept den Vorschriften entsprechend umsetzen zu können, fuhr sie fort. Das kalkulierte Gesamtvolumen der Sanierung für Brandschutz, WC-Anlagen und Kreissitzungssaal betrage 5,561 Millionen Euro. Die Ausführungsplanungen seien weitestgehend abgeschlossen.

Probleme gebe es derzeit noch bei der Ausführungsplanung des Kreissitzungssaals, da hier die statischen Belange für die Barrierefreiheit enorme Schwierigkeiten bereiteten. Der im Foyer-Bereich vorgesehene Aufzug stelle aus statischer Sicht eine schwer zu ­lösende und vor allem extrem aufwendige und kostenintensive Aufgabe dar. Die abschließenden statischen Prüfungen sowie eine Kosten-Nutzen-Berechnung seien kurz vor dem Abschluss. Durch die baulichen Veränderungen sei eine Baugenehmigung erforderlich.

Parallel zu den Untersuchungen des Abschnitts Kreissitzungssaal wurden die Ausschreibungen für die Brandschutzsanierung und die WC-Sanierung für Hauptgebäude und Anbau vorangetrieben. Ein Teil der Gewerke konnte beauftragt werden, bei einigen Gewerken mussten die Ausschreibungsverfahren mehrfach durchgeführt werden, da entweder keine oder völlig überhöhte Angebote eingegangen seien. Um die Sanierung aber trotz der Widrigkeiten weiter voranzutreiben, wurden die bis dahin vorgesehenen Gesamtmaßnahmen für Hauptgebäude und Anbau in die Gebäudeteile gesplittet. Die Sanierung im Anbau werde nun Mitte November beginnen. Vorgesehen sei, dieses Gesamtvolumen in den kommenden dreieinhalb Jahren zu verbauen. Eine Verkürzung der Bauzeit sei nicht möglich, da die Arbeiten nur etagenweise erfolgen könnten. Die Arbeiten im Hauptgebäude würden im Frühjahr 2022 mit der Schachtsanierung beginnen und danach in die Etagen ausgeweitet werden, so die Landrätin weiter.

»Wann der Kreistagssitzungssaal wieder für Sitzungen zur Verfügung stehen wird, vermag ich aktuell nicht einzuschätzen«, sagte sie. Sicher sei aber, dass die konstituierende Sitzung des neuen Kreistags am 26. November, da dann die Stadthalle belegt sei, in der Sporthalle der BBS I in Northeim stattfinden werde.ek/oh

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