Pro Inklusion setzt sich ein

Vorstellung der Informations-, Beratungs- und Vernetzungsstelle in Northeim

Den Verein Pro Inklusion samt der Beratungsstelle unterstützten (von links) Birgit Sommer, Bernd Sommer, Christel Eppenstein, Gerwin Matysiak, Hans-Erich Tannhäuser, Kersten Sander, Brigitte Tolle, Michael Till, Hans-Werner Eisfeld, Peter Traupe, Zdravko Dusanek und Claus Arne Mohr.

Northeim. Eine unabhängige Informations-, Beratungs- und Vernetzungsstelle im Landkreis Northeim aufzubauen, das ist das Ziel des Vereins Pro Inklusion. Jetzt wurde vielen interessierten Personen die Geschäftsstelle in Northeim vorgestellt. Die Räume in der Neustadt 8 sind großzügig und behindertengerecht konzipiert sowie barrierefrei erreichbar.

Vorsitzender Michael Till und Geschäftsstellenleiterin Birgit Sommer freuten sich über die große Resonanz. Zusammen mit ihren Vorstandskollegen Kersten Sander, Zdravko Dusanek, Christel Eppenstein, Peter Traupe, Bernd Sommer und Brigitte Tolle begrüßten sie die Gäste, erläuterten die Räume und informierten über Aufgaben und Ziele.

Der Verein setzt sich für die Verwirklichung der in den UN-Behindertenrechtskonventionen festgelegten Rechte behinderter Personen ein. Zu den vorrangigen Zielen gehören Gleichstellung, Selbstbestimmung, Stärkung der völligen gesellschaftlichen Teilhabe und Abbau von Diskriminierungen, so Till, der sich auch als Vorsitzender des Beirats für Behinderungen im Landkreis Northeim einsetzt.

Die Tätigkeiten erfolgen behinderungsübergreifend sowie ungeachtet des Geschlechts, des Alters und der Herkunft. Neben der individuellen Unterstützung von Menschen mit Behinderungen und deren Angehörigen setzt sich der Verein für die inklusive Entwicklung des Gemeinwesens im Landkreis Northeim ein.

Die Inklusionsberatungsstelle in Northeim, Neustadt 8, Telefon 05551/9103995, die montags bis freitags von 10 bis 13 Uhr und nach Vereinbarung erreichbar ist, bündelt und vermittelt Informationen und Beratungsangebote im Landkreis, und sie hat die Funktion einer zentralen Anlauf- und Lotsenstelle. Sie bietet niedrigschwellige, unabhängige, personenzentrierte und lösungsorientierte Unterstützungs- sowie Vernetzungsmöglichkeiten. Die Beratungsleistungen umfassen unter anderem Informationen zu Fragen der Behinderung, Orientierungshilfen bei sozialrechtlichen Problemen, Anregungen bei persönlichen Themen sowie Hilfestellungen bei der Kommunikation mit Behörden und Institutionen. In Anspruch kann man die Leistungen telefonisch, persönlich in der Beratungsstelle oder bei Bedarf bei einem Hausbesuch in Anspruch nehmen.

Als noch junger Verein, 2016 gegründet, freue man sich, jetzt schon die Geschäftsräume einer großen Öffentlichkeit vorstellen zu können, so Till. Ob Politik oder Landkreis, viele haben sich für die Realisierung eingesetzt, dafür sei man dankbar. Langfristig will man die Beratungsstelle etablieren, um die Inklusion in der Gesellschaft stetig voranzutreiben.

Hans-Werner Eisfeld, Vorsitzender des Landesverbands Selbsthilfe Körperbehinderter (BSK), bestellte zusammen mit Stellvertreter Claus Arne Mohr und Bundesvorsitzenden Gerwin Matysiak Michael Till zum Leiter der BSK-Stelle Northeim.

In der Inklusion gebe es noch viel zu leisten, erklärte Volker Bullwinkel, Geschäftsführer der Paritätischen Dienste der Region. Der Verein Pro Inklusion sei nach abgeschlossener Aufnahme ein Mitglied im Wohlfahrtsdachverband. »Zusammen sind wir stark«, dieses Motto vertreten die Paritätischen Dienste – jetzt auch mit dem Northeimer Inklusionsverein. Für die Zukunft wünschte er viel Erfolg.

Den Entwicklungsprozess habe er mit großem Interesse verfolgt, teilte Hans-Erich Tannhäuser, Bürgermeister der Stadt Northeim, mit. Er freute sich, dass es jetzt eine BSK-Kontaktstelle in Northeim gebe. Inklusion gehe alle an, deshalb sei es wichtig, einen Stützpunkt vor Ort zu haben. Gemeinsam will man Barrieren abbauen und zur gesellschaftlichen Teilhabe aller beitragen. Dem Verein Pro Inklusion und der unabhängigen Informations-, Beratungs- und Vernetzungsstelle im Landkreis Northeim wünschte er weiter einen erfolgreichen Weg bei all den schwierigen Herausforderungen und dem unabdingbaren Einsatz für die In­klusion.mru