Kreistag

Rot-Grün hat keine Mehrheit mehr

Kreistag in Northeim setzt sich künfitg aus acht Parteien zusammen

Die Mehrheit im Kreistag haben SPD und Grüne verloren, zusammen kommen sie nur noch auf 23 der insgesamt 50 Stimmen. Die Sozialdemokraten sind mit 40,77 Prozent (20 Sitze) jedoch weiter die stärkste Kraft vor der CDU mit 31,10 Prozent (16 Sitze); doch verloren die beiden großen Parteien 2,15 sowie 1,88 Prozent. Erstmals zog die AfD in den Kreistag ein, das gleich mit 8,51 Prozent (vier Sitze). 14.904 Personen wählten sie. Im Kreistag vertreten sind mit SPD, CDU, AfD, FDP, Grüne, GfE, Linke und Northeim 21 acht Parteien.

Region. Die FDP gewann im Vergleich zur Kreistagswahl vor fünf Jahren 0,76 Prozent und einen Sitz hinzu, sie kam auf 7,12 Prozent. 3,06 Prozent und zwei Sitze weniger haben die Grünen mit jetzt 6,79 Prozent. Einen Sitz weniger erreichte die GfE, sie kam auf 1,48 Prozent (2011 waren es noch 3,22 Prozent). Von 2,63 auf 2,17 Prozent ging es für die Linke herunter, von 1,53 Prozent auf 1,44 Prozent für Northeim 21 – beide erhalten weiter jeweils einen Sitz im Kreistag. Während die Piraten nicht mehr zur Wahl antraten, kam die NPD auf 0,62 Prozent. Damit wird sie im Kreistag nicht vertreten sein.

Bisher hatten SPD (21 Sitze) und Grüne (fünf Sitze) die Mehrheit mit 26 von 50 Sitzen. Das ist jetzt nicht mehr der Fall. Sie kommen zusammen nur noch auf 23 Personen. Für eine Mehrheit benötigen Sozialdemokraten und Grüne einen weiteren Koalitionspartner. Das könnten CDU mit 16 Sitzen sowie FDP und AfD mit jeweils vier Sitzen sein. Sicherlich gibt es interessante Gespräche zwischen den Fraktionen. Einen Sitz hat durch ihr Amt Landrätin Astrid Klinkert-Kittel.

Bei der SPD schnitt in den vier Wahlbereichen – also in den Wahlbereichen Einbeck/Bad Gandersheim, Kalefeld/Northeim, Hardegsen/Katlenburg/Moringen/Nörten-Hardenberg sowie Bodenfelde/Uslar/Dassel mit gemeindefreiem Gebiet Solling – Uwe Schwarz mit 4,764 Stimmen am besten vor Frauke Heiligenstadt (Katlenburg) mit 3.933 Stimmen und Ulrich Minkner (Einbeck) mit 2.034 Stimmen ab, bei der CDU war es Dr. Roy Kühne (Northeim) mit 4.119 Stimmen vor Dr. Bernd von Garmissen (Sievershausen) mit 2.511 Stimmen und Werner Thiele (Nörten-Hardenberg) mit 2.488 Stimmen.

Den meisten Zuspruch bei der AfD hatte Maik Schmitz (Northeim) mit 740 Stimmen vor Dirk Küpper (Negenborn) mit 696 Stimmen, bei der FDP Christian Grascha (Einbeck) mit 1.685 Stimmen vor Tobias Schnabel (Northeim) mit 1.363 Stimmen, bei den Grünen Karoline Otte (Moringen) mit 693 Stimmen vor Karen Pollok (Northeim) mit 631 Stimmen sowie bei der GfE Marc Hainski (Einbeck) mit 474 Stimmen vor Cornelia Lechte (Einbeck) mit 463 Stimmen. Bei Northeim 21 erhielt Rainer Mosch (Northeim) 388 Stimmen und bei den Linken Rolf Pflugmacher (Northeim) 290 Stimmen – für sie reichte es aber nicht damit nicht zum Einzug in den Kreistag.

Dort vertritt Northeim 21 Lothar Baumelt (Moringen) sowie die Linken Rainer Otto (Bad Gandersheim)
Für die SPD im Kreistag sind Uwe Schwarz (Bad Gandersheim), Peter Traupe (Einbeck), Nadine Seifert-Doods (Kreiensen), Rolf Metje (Sülbeck), Ulrich Minkner (Einbeck), Astrid Steinhoff (Bad Gandersheim), Simon Hartmann (Northeim), Christina Münder (Northeim), Frank Thiele (Northeim), Ludwig Binnewies (Northeim), Frauke Heiligenstadt (Katlenburg), Jochim Suffrian (Moringen), Gudrun Borchers (Nörten-Hardenberg), Annett Naumann (Hardegsen), Uwe Lebensieg (Katlenburg), Dr. Hermann Weinreis (Uslar), Achim Lampe (Hilwartshausen), Stefan Fiege (Bodenfelde), Ingrid Priesmeier (Markoldendorf) und Heidi Emunds (Uslar) sowie für die CDU Timo Dröge (Bad Gandersheim), Dirk Ebrecht (Stroit), Beatrix Tappe-Rostalski (Opperhausen), Rudolf Hermes (Bad Gandersheim), Dr. Roy Kühne (Northeim), Heiner Hegeler (Northeim), Karl-Heinz Hagerodt (Northeim), Christel Eppenstein (Kalefeld), Werner Thiele (Nörten-Hardenberg), Tobias Grote (Katlenberug), Jens Wolkenhauer (Moringen), Hans-Dietmar Kreitz (Katlenburg), Joachim Stünkel (Lüthorst), Gerd Kimpel (Uslar), Günther Kelter (Sievershausen) und Dr. Bernd von Garmissen (Sieverhausen).

Vertreter der AfD sind Dirk Küpper (Negenborn), Mark Schmitz (Northeim), Jens Kestner (Northeim) und Manfred Schön (Nörten-Hardenberg), der FDP Christian Grascha (Einbeck), Irnfried Rabe (Northeim), Tobias Schnabel (Northeim) und Dr. Christian Eberl (Nörten-Hardenberg) sowie der Grünen Johannes Antpöhler (Bad Gandersheim), Karen Pollok (Northeim) und Karoline Otte (Moringen). Einen Sitz hat jeweils die GfE mit Marc Hainski (Einbeck), die Linke mit Rainer Otto (Bad Gandersheim) sowie Northeim 21 mit Lothar Baumelt (Moringen).

Die Wahlbeteiligung lag bei 53,64 Prozent, 2011 waren es noch 56,80 Prozent. Von 113.440 Wahlberechtigten gingen 60.845 zur Wahl. 175.143 gültige Stimmen wurden abgegeben, 1.229 waren ungültig.mru