Sonntag letzte »Lindenstraße«

Rebecca Siemoneit-Barum: In Gedanken bei allen Kulturschaffenden

Rebecca Siemoneit-Barum, 30 Jahre die »Iffi Zenker« in der »Lindenstraße«.

Einbeck/Köln. Die 1.758. Folge der »Lindenstraße« ist am morgigen Sonntag, 29. März, zu sehen. »Nach 34 Jahren und 4 Monaten, nach 7.032 Drehtagen, nach 52.740 Sendeminuten und nach 1.757 Folgen, läuft die ›Lindenstraße‹ zum letzten Mal«, heißt es vom WDR.

Auch Rebecca Siemoneit-Barum, die 30 Jahre die »Iffi Zenker« verkörperte und lange hier in Einbeck lebte, wird sich die letzte Folge mit ihrer Familie zuhause in Baden-Württemberg vor dem Fernseher anschauen. Das letzte Zusammentreffen – und auch den letzten öffentlichen Auftritt vor der Corona-Krise – mit den »Lindenstraßen«-Kollegen hatte sie vor kurzem in Hannover. Der letzte Drehtag war bereits im Dezember. Der Abschied von den Kollegen vor und hinter der Kamera ging ihr schon nahe, erzählt die Künstlerin auf Nachfrage. »Man muss schauen, dass man sich privat sieht – im Moment geht das ja leider nicht.«

Ihre besorgten Gedanken und Gefühle sind bei den kulturschaffenden Kollegen – auch bei jenen der Gandersheimer Domfestspiele – sowie unter anderem auch der Gastronomie, für die die Situation jetzt sehr schwer sei, erklärt die 42-jährige Schauspielerin und Moderatorin. »Ob Zirkus, Theater oder Kino, das macht einem schon Sorge.« Sie hofft auf den Sommer, dass dann wieder gearbeitet werden kann, Theater öffnen, Schauspieler engagiert werden, Vorstellungen laufen und die Menschen es voller Freude zu schätzen wissen, dass sie die Freiheit und Unabhängigkeit haben, in ein Restaurant oder eine Aufführung gehen zu können, bringt sie die Gedanken Vieler auf den Punkt.

Als Jurorin wäre Siemoneit-Barum jetzt im März im Einsatz gewesen bei der »Jewrovision, dem größten jüdischen Gesangs- und Tanzwettbewerb Deutschlands und Europas«, ausgerichtet vom Zentralrat der Juden. Das Event soll im Herbst nachgeholt werden. Rebecca Siemoneit-Barum hat auf Facebook noch weitere »Lindenstraßen«-Fotos gepostet.des

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