Sturmtief sorgt für Einsätze

Feuerwehr muss 89 Einsätze im gesamten Landkreis abarbeiten

Im Bereich des oberen Hubewegs fielen drei Bäume dem Sturmtief »Eberhard« zum Opfer. Die Feuerwehr räumte die Straße frei.

Insgesamt 89 Einsätze mussten die Feuer­wehren im Landkreis Northeim am vergan­genen Sonntag wegen des Sturmtiefs »Eberhard« abarbeiten. Kaum eine Stadt oder Gemeinde blieb verschont. In Einbeck fielen Bäume am oberen Ende des Hube­wegs dem Sturm zum Opfer.

Region. Die ersten unwetterbedingten Einsätze gab es im Landkreis am Sonntag ab 17 Uhr im Bereich der Stadt Einbeck. Wie Stadtbrandmeister Lars Lachstädter mitteilte, wurden die umgestürzten Bäume am oberen Hubeweg beseitigt.

Im westlichen Bereich des Stadtgebiets wurden Dächer von Gartenbuden abgetragen, was einen Einsatz der Feuerwehr notwendig machte. In der Harlandstraße ragte ein umgestürzter Baum auf die Straße, auch diese Gefahrenstelle wurde beseitigt. Gegen Abend rückte die Feuerwehr noch aus, um einen Baum am Verbindungsweg zwischen der Firma Renold und Holtensen aus dem Weg zu räumen.

Die Zahl der Notrufe erstreckte sich am Sonntag schnell vom Raum Uslar und Dassel über fast den gesamten Landkreis. Aus diesem Grund hatte die Einsatzleitstelle ihr Personal kurzfristig auf sechs Personen aufgestockt.

Auf der Strecke Schönhagen Richtung Neuhaus waren mehrere Autos durch umgestürzte Bäume eingeschlossen. In vielen Bereichen bestand die Gefahr durch herunterstürzende Dachziegel. In Moringen wurde ein Dach in weiten Teilen abgedeckt und in Langenholtensen, Lindau und Uslar lösten sich Teile von Dachhäuten. Der Wind hat in Stöckheim eine Scheune in Teilen einstürzen lassen und ein davorstehendes Auto schwer beschädigt.

Während des Sturmes kam es laut Polizei außerdem zu einem kurzzeitigen Stromausfall im Bereich der Stadt Northeim. Wie die Polizei weiter mitteilt, wurde ein Fahrzeug aufgrund des Sturmes von der Fahrbahn geweht. Die Fahrerin blieb dabei unverletzt, an dem Wagen entstand Sachschaden. Die Ampelanlage an der Zufahrt zum Autohof Northeim hielt den Sturmböen ebenfalls nicht Stand und wurde beschädigt.

Auf der B3 zwischen Northeim und Sudheim war nach 19 Uhr ein umherschleudernder Autoanhänger Ursache für einen Unfall. Der Anhänger wurde dadurch zerstört und von der Feuerwehr gegen den Wind an einem massiven Verkehrsschild festgezurrt. Feuerwehr und Polizei waren hier im Einsatz, es gab zwischenzeitlich eine Vollsperrung.

Insgesamt gab es unzählige Einsätze, bei denen die Feuerwehren Strecken durch Waldgebiete abgesperrt haben. Hier wäre der Einsatz während des Sturmes lebensgefährlich gewesen.

Auch gestern waren die Feuerwehren im Einsatz. Die Feuerwehr Nörten-Hardenberg-Mitte musste auf eine Straße gestürzte Bäume entfernen. In Relliehausen drohte eine Tanne auf einen Gastank zu fallen.

Weitere kurzfristige Straßensperrungen aufgrund von Aufräumarbeiten konnten nicht ausgeschlossen werden. Der neue Seerundweg am Northeimer Kiessee ist aufgrund eines umgestürzten Baumes gesperrt.

Die Feuerwehr warnen eindringlich davor, bei Stürmen wie »Eberhard« durch Waldgebiete zu fahren. Verkehrsteilnehmer sollten Fahrten möglichst komplett vermeiden oder zumindest so planen, dass sie durch sichere Bereiche führen.sts

Region

Viele Gemeinden laden ein