Hundesport 9. WAo in Ermelo

Einbecker im Weltmeister-Team

Mit ihren Hunden auf der World Agility Open Meisterschaft erfolgreich

Anna Hinze mit Border-Collie-Hündin May und Thomas Römermann mit Border-Collie-Hündin Miss Elly waren Teil des erfolgreichen deutschen Weltmeisterschafts-Teams.

Einbeck. 350 Starter aus 42 Nationen konkurrierten bei der 9. World Agility Open Meisterschaft im niederländischen Ermelo. Für die deutsche Nationalmannschaft nahmen 16 Teams in vier Größenklassen teil. Anna Hinze aus Hallensen mit Border-Collie-Hündin May startete in der 600er Klasse, Thomas Römermann aus Einbeck mit Border-Collie-Hündin Miss Elly ging in der 500er Klasse an den Start.

Nachdem sich das Team auf dem Gelände des National Hippic Centre in Ermelo eingerichtet hatte, fanden die erste Trainingseinheit und ein gemütlicher Teamabend statt. Es folgten der Tierarzt-Check, das Einmessen der Hunde sowie ein zweites Teamtraining. Nach einer emotionalen Eröffnungsfeier mit Einmarsch der Nationen begann offiziell die Meisterschaft.

In drei Rotationsgruppen absolvierten die Starter nach der Begehung der Parcours Snooker, Pentathlon Jumping 1 und A-Lauf 1. Der Pentathlon besteht aus zwei A-Läufen, zwei Jumpings und einem Speedstakes-Finale (nur die A-Wand als Zonengerät). Fehler und Verweigerungen werden mit je fünf Strafsekunden berechnet, eine Disqualifikation gibt 100 Strafsekunden. Nur die besten 20 Hunde jeder Klasse kommen ins Finale.

Snooker und Gambler werden zusammen zur Games-Wertung der WAO gerechnet. In einer vorgegebenen Zeit versucht man, so viele Punkte wie möglich zu sammeln, indem bestimmte Geräte und Kombinationen abgelaufen werden.

Nachmittags ging es mit drei Teamläufen weiter mit je einem Starter aus drei der vier Größenklassen. Auch hier sind Fehlerpunkte gleich Strafsekunden. Das deutsche Team brachte alle neun Starts ohne eine einzige Disqualifikation ins Ziel. Am Abend kamen die Zwischenergebnisse: 284 Sekunden, Rang 2, knapp hinter den USA.

Am nächsten Morgen wurden Pentathlon A-Lauf 2 und Jumping 2 sowie Biathlon (Jumping) gelaufen. Der Biathlon besteht aus A-Lauf und Jumping, die Wertung ist wie bei einem normalen Agilityturnier mit Sollzeit und Fehlerpunkten. Über das Jumping qualifizieren sich die besten 40 Hunde für das A-Lauf-Finale. Am Nachmittag wurden Team-A-Lauf 2 und der Gambler ausgetragen.

Alle drei gesetzten Starter für das Team blieben fehlerfrei, so dass Deutschland vor dem Finale am Sonntag nur wenige Sekunden hinter den USA weiter auf Platz 2 lag. Zum Abschluss stand das Team-Finale auf dem Programm. Die acht besten Teams schicken aus jeder Klasse einen Hund ins Rennen. Es ist dabei ein Weg für jede der vier Sprunghöhen auf einem Parcours gestellt, so dass ein richtiger Staffellauf möglich ist. Als vorletzte Starter wusste das deutsche Team, dass ein sauberer Lauf eine Medaille bedeuten würde. Der Druck war groß, doch bis auf eine Verweigerung ging alles glatt. Mit Spannung erwarteten die Zuschauer das Ergebnis der USA, die im Staffellauf Nerven zeigten. Mit 671 Punkten und über 100 Punkten Vorsprung gewann Deutschland Gold.

Anna Hinze mit May hatte sich auch noch für das Biathlon-Finale qualifiziert, das am Nachmittag ausgetragen wurde. Mit einem siebten Platz am Vortag im Jumping ging sie im A-Lauf auf volles Risiko. Sie wurde mit einer herausragenden Zeit belohnt, die den dritten Platz bedeutete. Thomas Römermann und Miss Elly konnten im Bonus-Speedstakes einen sehr guten Lauf zeigen, der Rang 6 bedeutete. Vier Einzelmedaillen und Gold im Team für Deutschland, dazu zehn Schleifen für Platzierungen in den einzelnen Läufen sind die sehr gute Bilanz dieser World Agility Open Meisterschaft.

Die Freude beim gesamten Team, bei Betreuern und Fans war riesig und die Stimmung bei der Abschlussfeier samt Medaillenvergabe bestens. Ohne die immense Unterstützung durch viele Sponsoren wäre ein solcher Erfolg niemals möglich gewesen. Dafür bedankte sich das Team.

Die Qualifikation zur Meisterschaft 2020 in den Niederlanden findet am 7. und 8. September im Hundezentrum Hallensen statt.oh