Turnen

Erfolg auf ganzer Linie: ESV-Turnerinnen erreichen sieben von zehn Titeln

Kreisfinals im Gerätturnen der Frauen in Einbeck / Bezirksfinale am 19./20. März in Einbeck / Elf ESV-Turnerinnen sicher qualifiziert / Saisonauftakt erfolgreich

Am vergangenen Wochenende richtete die Abteilung Leistungsturnen weiblich des Einbecker Sportvereins (ESV) die Kreisfinals im Gerätturnen Frauen in Einbeck aus. Dabei konnten die ESV-lerinnen in sieben von zehn Klassen siegen und holten sich noch einmal Motivation für die Vorbereitung auf die Bezirksfinals, die am 19. und 20. März ebenfalls in Einbeck stattfinden. Elf ESV-lerinnen sind sicher qualifiziert, fünf weitere können auf einen Start hoffen.

Einbeck. In der anspruchsvollsten Pflichtklasse der Schwierigkeitsstufen P8-P10 startete die ESV-lerin Jana Mönkemeyer (elf Jahre) konkurrenzlos. Jana gewann Sicherheit bei wackeligen Teilen, bekam aber auch aufgezeigt, wo sie bis zum Bezirksfinale noch fleißig arbeiten muss. Zwei weitere Klassen wurden nur von ESV-lerinnen ausgeturnt. In der Pflichtstufe P7 gingen die drei starken Nachwuchsturnerinnen Friederike Kraft, Annika Freitag und Johanna-Sophie Stramer (Jahrgang 2000) an den Start. Knackpunkt ist hierbei vor allem die schwierige Stufenbarrenübung mit Kippen sowie der Überschlag über den Sprungtisch. Friederike ging stark erkältet und somit geschwächt in den Wettkampf, hielt aber bis zum Ende durch.

Mit nur 0,05 Punkten Vorsprung – das ist der kleinstmögliche Unterschied – hatte Johanna-Sophie am Ende die Nase vorne. Annika freute sich trotzdem über Platz zwei, zumal auch ihr Start beim Bezirksfinale als gesichert gilt. Friederike darf noch hoffen. Auch in der Kürstufe der Jahrgänge 1993 bis 1982 gingen die ESV-lerinnen Rilana Kraus (21 Jahre) und Carina Pygoch (22 Jahre) konkurrenzlos an den Start. Beide hatten sich unabhängig von einer Qualifikation die Teilnahme an einem Einzelwettkampf als persönliches Ziel gesetzt.

Dafür gebührt ihnen Respekt. In der gleichen Kürstufe der Jahrgänge 94/95 turnte Sandra Bokelmann einen ausgeglichenen Wettkampf. Am Boden zeigte sich die anspruchsvollste Übung aller Starterinnen mit zwei Salto-Verbindungen. Es reichte am Ende für Platz zwei und eine Bezirksqualifikation.

Zwei weitere Kürklassen des Tages wurden ebenfalls vom ESV gewonnen. Einziger Wehrmutstropfen war, dass Lilly Nehrig ihren Wettkampf (Jahrgänge 96/97) wegen Erkrankung nicht beenden konnte – dabei hatte sie sich so gefreut, endlich die Kippe am Barren geschafft zu haben. Der erste Platz dieser Klasse ging mit genau zwei Punkten Vorsprung an Lara Mönkemeyer vor ihrer Vereinskameradin Alexandra Jörn. Beide ESV-lerinnen turnten einen hochwertigen, fast gleichwertigen Wettkampf am Sprung, Balken und Boden.

Lediglich am Barren, ihrer Paradedisziplin, erhielt Lara eine deutlich höhere Wertung. Auch bei den jüngeren Sportlerinnen der Jahrgänge 98/99 stand am Ende eine ESV-lerin, Sophie Lodder, souverän auf Platz eins. Die starke Turnerin zeigte einen Wettkampf auf hohem Niveau und holte alle Tageshöchstwertungen. Ihre Zwillingsschwester Johanna darf sich auf Platz vier noch Hoffnungen auf einen Bezirksstart machen, ihr missglückte leider die Stufenbarrenübung. Mit etwas Rückstand kamen die beiden ESV-lerinnen Lena Schmidt und Taina Goebel auf die Plätze fünf und sechs. Beide haben noch mit den Schwierigkeiten der Kürstufe III zu kämpfen.

Die jüngste der drei Lodder-Mädchen, Dorothea (Jahrgang 2001) ließ schließlich in der Pflichtklasse P6-P8 nichts anbrennen: Stolze 8,25 Punkte Vorsprung turnte sie sich auf Rang eins heraus, nachdem sie an allen Geräten siegreich war. Die Neunjährige kann nun mit gestärktem Selbstvertrauen ins Bezirksfinale gehen. In der P6 (Jahrgänge 2000 bis 2002) gingen drei ESV-lerinnen an den Start. Jona Goebel, zuletzt lange krank und daher noch nicht wieder in Höchstform, Soraia Costa und Luisa Tesmar belegten schließlich die Plätze drei, vier und sieben. Jona und eventuell auch Soraia dürfen noch auf einen Bezirksstart hoffen. Dieser steht für Marie Jörn, die den Wettkampf P 5 turnte, bereits fest. Nach einem guten Wettkampf an fast allen Geräten siegte sie bei ihrem ersten Auftritt im Kreisfinale.

Ein Großteil der angetretenen ESV-lerinnen kann sich nun auf einen Start in den heimischen Hubehallen am 19.und 20. März zum Bezirksfinale freuen. Somit kann der Saisonauftakt der ESV-lerinnen im wettkampforientierten Gerätturnbereich als Erfolg verbucht werden.oh

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