Der Nachwuchs stürmt den Tennisplatz

Einbeck. Geschicklichkeit, Ballgefühl und Augenmaß waren gefragt. 27 Kinder der Einbecker Ferienbetreuung haben den Tennisverein »Blau-Weiß« besucht, um das Spiel um die gelbe Filzkugel genauer kennenzulernen. Betreuerin Lene Garus-Jochumsen und Tennislehrer Martin Rausch (links) hatten einiges zu tun, denn das Energielevel der Nachwuchsspieler ging beizeiten durch die Decke. Schon bei der Aufwärmrunde, einem Parcours mit verschiedenen körperlichen Übungen, versuchten sich die Jungen und Mädchen gegenseitig zu übertreffen.

Dann präsentierte Rausch die ersten Tennis-Übungen. Zunächst ging es um Ballgefühl: Auf einer Seite des Feldes versuchten die Kinder Luftballons mit vorsichtigen Schlägen in der Luft zu halten, auf der anderen Seite mussten Tennisbälle mit den Händen gedribbelt werden. Dann kam der Schläger ins Spiel: Zunächst gab es kurze Sprints von der Grundlinie zum Netz. Anschließend ging es die gleiche Strecke mit einem Tennisschläger in der Hand entlang. Erschwerend kam hinzu, dass die Kinder beim Laufen einen Ball darauf balancieren mussten.

Die einzelnen Teams feuerten dabei lautstark ihre Mitstreiter an und motivierten sie zu Höchstleistungen. »Super«, sagte Rausch, »da muss ich euch schon mal loben.« Der staatlich geprüfte Tennislehrer hatte ohnehin viel Spaß mit den Neulingen. Auch wenn sie ab und zu etwas lauter wurden, die Übungen zogen sie immer diszipliniert durch.

Nach den ersten Schlagproben gab es ein kleines Trainingsspiel, jedoch nicht auf dem Tennisplatz, sondern am sogenannten »Low-T-Ball«. Anders als beim richtigen Tennis, musste der Ball unter einem höhenverstellbaren Holzbrett hindurch geschlagen werden. Weil das Spiel gelegentlich sehr flott ablief, gab es sogar den einen oder anderen »Becker-Hecht« zu sehen.

Der sportliche Erfolg durch die Übungen ließ nicht lange auf sich warten. Bei einigen war zu beobachten, wie ihre Schläge in kurzer Zeit präziser und kräftiger wurden. Neben den athletischen Aspekten legte Martin Rausch aber noch auf einen weiteren Aspekt wert: die Etikette auf dem Tennisplatz. Applaus für gute Spielzüge gehören ebenso zum Tennis wie der Handschlag am Ende des Spiels.kw