Kampfsport Ju-Jutsu

Hans Radke erhielt eine hohe Auszeichnung

Sportler, Trainer, Prüfer, Verbandspräsident: Siebter Dan für Engagement in 45 Jahren

Viele gratulierten Hans Radke (Mitte) zur Verleihung des siebten Dan – wie auch Michael Gust (links), Vizepräsident Breitensport des DJJV, und Werner Thole (rechts), Vizepräsident Breitensport des NJJV.

Bei der diesjährigen Mitgliederversammlung des Niedersächsischen Ju-Jutsu-Verbandes (NJJV) in Isernhagen bei Hannover war als Ehrengast der Vizepräsident Breitensport des Deutschen Ju-Jutsu Verbandes (DJJV), ­Michael Gust, eingeladen, um die Geschicke des Landesverbands zu beobachten und um anstehende Fragen zu beantworten.

Einbeck. Der ­eigentliche Grund seines Besuchs war ein anderer: er verlieh Hans Radke den siebten Dan. Einige Mitglieder der NJJV-Ehrungskommission mussten sich in den vergangenen Wochen wiederholt »auf die Zunge beißen«, um nichts zu verraten, aber es hat geklappt.

Die Überraschung für Hans Radke war riesig und die Verleihung des siebten Dans völlig über­raschend für ihn. In seiner Laudatio würdigte Gust das Wirken von Radke ausführlich und betonte die großen Erfolge und hervorragenden Angebote des NJJV für alle Sportler sowie die gute Innen- und Außen-

darstellung des Landesverbandes, dessen Präsident der Einbecker ist.

Seit 1974 betreibt Radke aktiv Ju-Jutsu. 1984 erwarb er die Fachübungsleiterlizenz. Er leitete und entwickelte die JJ-Abteilung des Einbecker Judo-Clubs und ist Vorsitzender. In den vielen Jahren seiner Trainertätigkeit erlernten zahllose Sportler Ju-Jutsu bei ihm; einige erlangten Meistergraduierungen. Er selber ging den Weg der Meister voraus und legte alle Schwarzgurtprüfungen in Niedersachsen bis zum fünften Dan ab.

Auch im Wettkampfsport war er aktiv. Sein Amt als Sportreferent im Bezirksfachverband (BFV) Braunschweig, das er ab 1992 20 Jahre lang ausführte, zeigte herausragende Erfolge. Die Teilnehmerzahlen bei den Wettkämpfern vergrößerte er ständig. Viele von ihm orga­nisierte Meisterschaften sind den Aktiven in Niedersachsen in bester Erinnerung. Er richtete unter anderem im Jahr 2002 die Deutschen Meisterschaften in Einbeck aus. Auf den Matten vieler Meisterschaftsarenen kennt man ihn als ausdauernden Kampfrichter. Bei der Bundespolizei und später bei der Polizei Niedersachsen bildete er Polizeibeamte in den Eingriffstechniken aus. Bei DAN-Prüfungen für die Polizei saß er oft im Prüfungsgremium.

Nachdem ihm im Jahr 2008 vom DJJV der sechste Dan verliehen wurde, ist er ein festes Mitglied der Landesprüfungskommission im NJJV. Als er im Jahr 2012 nach 20 Jahren das Amt des Sport­referenten im BFV Braunschweig abgab, übernahm er den Vorsitz des Bezirks. Im März 2015 wurde er zum Präsidenten des Niedersächsischen Ju-Jutsu-Verbandes (NJJV) gewählt. Unter seiner Leitung hat sich der Verband neu aufgestellt. Es wurden ein Präsidium, ein Vorstand und Beauftragte eingesetzt. Die neue Struktur machte den Verband wesentlich handlungs- und entscheidungsfähiger. Er führt den Verband in einer ruhigen, sachlichen und kompetenten Art, die sowohl die Präsidiums- als auch die Vorstandsmitglieder sehr zu schätzen wissen.

Radkes Kontakte zu den Ver­einen, Funktionären und den Sportbünden beziehungsweise Sport­verbänden, sind vorbildlich. Noch heute ist er Referent auf der »Matte« und nicht nur als Funk­tionär wahrzunehmen. Kürzlich hat er Prüfungen in den Stilarten Jiu-Jitsu und Hanbo-Jutsu abgelegt. Die Verleihung des siebten Dan durch den Deutschen Ju-Jutsu Verband sei eine würdige und ehrenvolle Auszeichnung.oh