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RFV Einbeck setzt auf Turnier im September

Reit- und Fahverein | Reitunterricht an der Ivenstraße wieder angelaufen | Finanzielle Einbußen

Einbeck. Die zurückliegenden Monate wird der Reit- und Fahrverein (RFV) Einbeck nicht leicht wegstecken können. Seit Mitte März wurde per Verordnung der Reitsport untersagt, und damit sind für den Einbecker Verein auch die Einnahmen weggebrochen. Wenn das Turnier im September nicht stattfinden kann, sieht der RFV-Vorsitzende Gunnar Schweigl schwarz, denn damit verbunden wäre Einnahmen, die der Verein braucht, um die Anlage an der Ivenstraße, die aus den 1950er Jahren stammt, in Schuss zu halten.

Seit Mitte März war lediglich das Bewegen der Pferde erlaubt. Immerhin 36 Untersteller gibt es beim RFV, und fünf Schulpferde mussten auf Trab gehalten werden. Kosten, beispielsweise fürs Futter, fielen weiter an. Seit dem 6. Mai nun können Outdoorsportanlagen wieder öffnen, wenn die zurzeit geltenden Abstandsregelungen eingehalten werden. Seit Anfang der Woche bietet der RFV wieder Reitunterricht an, allerdings nur eine Stunde am Tag. Das Angebot soll aber sukzessive ausgeweitet werden.

Die geltenden behördlichen Hygiene-und Infektionsschutzvorgaben wurden vom RFV umgesetzt: Eine sinnvolle Wegeführung auf der Reitanlage zur Einhaltung des Mindestabstands ist in allen Situationen gewährleistet. Am Info-Brett schaut jeder nach, zu welchem Zeitpunkt er an der Reihe ist. In den Sanitäranlagen stehen ausreichend Möglichkeiten zum Hände waschen mit Seife und Papierhandtücher sowie Handdesinfektionsmittel zur Verfügung. Die Anwesenheitszeiten der Reitschüler sowie der Mitarbeiter beziehungsweise Helfer sind auf ein Mindestmaß reduziert, das wird auch dokumentiert.

Die Hygiene-und Infektionsschutzvorgaben gelten auch im Stallbereich. Die Aufenthalts-beziehungsweise Sozialräume sind geschlossen. Das bedeute aber auch, dass das sonst auf der Reitanlage herrschende Gemeinschaftsgefühl eingeschränkt sei, bedauert Schweigl.

Die Einteilung der Gruppen erfolgt durch den Reitlehrer. Aktuell ist der Unterricht nur auf den Außenplätzen erlaubt. Reitschüler sollten fertig ausgerüstet auf die Anlage kommen. Unmittelbar nach dem Betreten der Anlage ist auf direktem Wege der Sanitärbereich aufzusuchen und sich entsprechend gründlich die Hände zu waschen, bevor weitere Gegenstände wie beispielsweise das Putzzeug angefasst werden. Die Putzplätze auf der Anlage sind entzerrt.

Es gibt derzeit keine Schul-AGs, an denen drei Schulen beteiligt sind, keine Kooperation mit der Lebenshilfe. Das seien Einnahmen, auf die Verein angewiesen ist. Auch das kleine Turnier, das letztes Wochenende stattfinden sollte, fiel den Anordnungen zur Eindämmung des Coronavirus zum Opfer. Jetzt hofft der Verein auf das Turnier im September, und dass ihm die Sponsoren gewogen bleiben. Die Anschaffung eines neuen Schulpferdes hat der Verein erstmal hintenan gestellt.

Nachfrage nach Reitunterricht gebe es, freut sich Schweigl. Das Voltigieren, das ansonsten in der Gruppe erfolgt, ist derzeit auch noch nicht durchführbar, sagt Sportwartin Katja Heßler.

20 Personen dürfen sich derzeit zeitgleich auf der Anlage aufhalten. Das funktioniere gut, berichtet Schweigl, zumal die Untersteller auch gebeten wurden, jetzt nicht zu den Zeiten zu kommen, wenn Reitunterricht gegeben wird.sts