Landesliga

Spitzenreiter war eine Nummer zu groß für die SVG 05

SVG Einbeck 05 muss eine 5:1-Niederlage in Braunschweig einstecken / 20 Minuten gleichwertig gespielt

Die Niederlagenserie der Blau-Gelben setzte sich auch am Sonnabend bei dem Top-Favoriten auf den Titel fort. Nach gutem Beginn mit eigenen Möglichkeiten, stand am Ende eine herbe, aber verdiente 5:1-Niederlage bei den Freien Turnern aus Braunschweig fest.

Einbeck. Nach der neuerlichen herben Niederlage rutschen die Blau-Gelben immer tiefer in den Abstiegstrudel der Landesliga. Personell standen Bindewald bis auf den verhinderten Schulz sämtliche Akteure zur Verfügung. Nach mehrwöchiger Verletzungsphase stand erstmals die etatmäßige Nummer eins Sudhoff wieder zwischen den Pfosten, der seine Sache bis auf kleine Unsicherheiten sehr gut machte.

Vor der für die Landesliga stattlichen Publikumskulisse von 250 Zuschauern begann der krasse Außenseiter aus Einbeck sehr gut. Die erste Viertelstunde spielten nur die ganz in rot gekleideten Gäste. Folgerichtig konnten sich zwei hochkarätige Einschussmöglichkeiten durch Misch (10. und  12.) erarbeitet werden. »Wir müssen die wenigen sich bietenden Möglichkeiten nutzen«, so Bindewald nach dem Spiel. Wer weiß, wie die Partie gelaufen wäre, hätten die  Bierstädter in Führung gehen können. Es ist aber müßig, sich in Spekulationen zu hüllen, die Realität sah anders aus. Praktisch aus dem Nichts und mit ihrer ersten Möglichkeit, konnte der Favorit einen empfindlichen Nadelstich setzen. Luczkiewicz wird stark abseitsverdächtig steil geschickt, Walz kann nicht klären und es steht 0:1.Mit der Führung im Rücken, kam der designierte Meister langsam ins Rollen und zeigte teilweise begeisternden Offensivfußball. »Die Freien Turner sind schon das Beste der Liga«, gab auch Bindewald zu Protokoll. Trotz der Überlegenheit der mit vier Vertragsamateuren gespickten Heimelf, darf sich eine Mannschaft nach einem Rückstand nicht dem eigenen Schicksal ergeben. Die Körpersprache einzelner Spieler kann den Verantwortlichen mit Sicherheit nicht gefallen haben.

Nur drei Minuten nach der Führung schraubte der bärenstarke Braunschweiger Kierdorf sein Trefferkontingent auf nunmehr 13  Tore. Einbecks Behrens führt im Vergleich mit drei Toren die interne Torschützenliste an… In der Folgezeit stand Bindewalds Team auf völlig verlorenem Posten und musste bis zum Seitenwechsel sogar noch den entscheidenden dritten Gegentreffer schlucken. Einmal mehr war die gesamte SVG 05-Abwehr nach einem ruhenden Ball nicht im Bilde, so dass Duckart quasi unbedrängt einköpfen konnte. Es ist unerklärlich, warum es oftmals nicht gelingt, durch aggressives Zweikampfverhalten die Flut an Gegentoren einzudämmen.

Nach dem Seitenwechsel machten die von ihrem in Polemik schwelgenden Stadionsprecher angetriebenen Turner dort weiter, wo sie aufgehört hatten – nämlich im munteren Toreschießen gegen eine nun absolut aufsteckende und überfordert wirkende Einbecker Mannschaft. Der starke wie baumlange Braunschweiger Goalgetter Winkler war nicht am Kopfball zu hindern (47.). Im Gefühl des sicheren Sieges, schaltete der überlegene Spitzenreiter einen Gang zurück, so dass ihnen lediglich noch ein Treffer durch Winkler gelang (66.). Erst gegen Ende der einseitigen Begegnung kamen die Blau-Gelben besser in Tritt und konnten durch Reineckes Freistoßtor wenigstens noch den Ehrentreffer markieren (83.). »Die Braunschweiger haben schon eine super Riege zusammen und haben völlig verdient gewonnen«, gab ein Bindewald ehrlich und natürlich zu Recht zu.

Bereits am kommenden Mittwoch,13. Oktober, trifft die SVG Einbeck 05 in Osterode auf TuSpo Petershütte. »Dieses Spiel ist absolut richtungsweisend, danach kann gesagt werden, wohin die Reise geht«, wies Bindewald auf die Brisanz der nächsten Begegnung hin. In der Tat darf nicht verloren werden, da die Spielzahl abnimmt, der Punkterückstand aber steigt – eine fatale Ausgangsposition.oa

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