Turnen

Hochwertige Ligawettkämpfe boten viel Spannung

Hochwertige Ligawettkämpfe boten viel Spannung

Am vergangenen Wochenende fanden in den Hubewegturnhallen in Einbeck die diesjährigen Bezirks- und Landesligawettkämpfe im Geräteturnen Frauen statt. Großartige Leistungen bekamen die Zuschauer auf den voll besetzten Rängen zu sehen und belohnten diese auch mit viel Beifall. Ausgerichtet wurden die Wettkämpfe vom der Abteilung Leistungsturnen weiblich des Einbecker SV mit Unterstützung durch den MTV Markoldendorf und den Förderverein des Turnkreises Northeim-Einbeck. Mehr als 350 Turnerinnen aus dem Bezirk nahmen daran teil. Die Organisation lag in den Händen von Dietlind Ostermann, Marc Rudloff, Karolina Freitag, Falk Ostermann und Katrin Freitag.

Einbeck. Der MTV Markoldendorf ging in der Hinrunde mit zwei Teams ins Rennen, der Einbecker SV mit drei Mannschaften. In der Bezirksklasse 2 mussten die jüngsten Turnerinnen Pflichtübungen turnen, bei der sie an jedem Gerät zwischen drei Übungen wählen konnten. Henja Laue, Enna Schoppe, Joana Strunk, Lara-Luise Kunzi, Nele Helmker, Kira Fabienne Becker und Madita Henze (Jahrgänge 2007 bis 2009) vom MTV Markoldendorf turnten vielfach schon höhere Pflichtstufen.

Besonders für die jüngste Athletin, Madita Henze, war dies eine Herausforderung, da sie für den Mannschaftswettbewerb innerhalb von zwei Wochen eine schwierigere Übung lernen musste. Das Markoldendorfer Nachwuchsteam erreichte an allen vier Geräten ähnliche Ergebnisse und kam mit 180,185 Zählern auf den siebten Platz. Die Turnerinnen des Einbecker SV wurden mit 173,767 Punkten Elfte.

Lavinia Lopriore, Lene-Marie Bode, Lena-Marie Reger, Emilia Köpper, Josefine Jäckel, Henrike Schnapperelle und Franka Kobben (2005 bis 2007) turnten meistens noch die einfachste erlaubte Übung, die Pflichtstufe P6, und konnten so noch nicht ganz so viel Punkte im Endergebnis sammeln wie ihre Konkurrentinnen. Am Sprung präsentierten sich die jungen Einbeckerinnen nahe am Optimum, und auch am Reck und Boden lief es sehr gut für die ESV-lerinnen. Emilia Köpper turnte ihren ersten Bezirkswettkampf überhaupt.

Am Sprung war Josefine Jäckel unter den Top-Ten. In der Kür-Bezirksliga starteten Carina Pygoch, Alina Tietze, Anisa Nezirovska, Sophie Böker, Anetta Ulczok und Analena Lopriore (1988 bis 2005) für den ESV. Die Einbeckerinnen turnten vor allem am Sprung und Boden gute Ergebnisse heraus, während es am Balken und Stufenbarren weniger gut für sie lief. Sie belegten am Ende Rang acht.

Die älteren Athletinnen Pygoch, Nezirovska und Tietze sicherten sich am Boden sehr hohe Wertungen, doch auch die Jüngste im Team, Sophie Böker (2005), brachte dem Team am Sprung und Balken wertvolle Punkte. Analena Lopriore und Anetta Ulczok wurden wegen ihrer Trainingsleistungen das erste Mal in die Liga nominiert und starteten somit das erste Mal im Bezirk. In der hochwertigeren Landesliga 2 gab es einen enorm engen Wettbewerb.

Während der erstplatzierte VfL Wolfsburg sich einen kleinen Vorsprung erturnen konnte, blieben die Vereine auf den Rängen zwei bis fünf nur acht Zehntel auseinander - bei Punktzahlen von jeweils mehr als 147 Punkten. In dem Rennen entschieden Kleinigkeiten wie ein gestreckter Fuß über die Plätze. Die beiden Mannschaften des Kreises konnten in dem Wettbewerb mit elf Teams vorne mitmischen.

Die Markoldendorferinnen Johanne Ubben, Ris Steppatis, Mira Steinhoff, Finja Heise, Josefine Brandt, Sandra Neumann und Lina Engelke (1985 bis 2005) erreichten mit 147,100 Punkten den fünften Platz. Am Sprung und Barren lief es bei den MTV’lerinnen besonders gut, während am Balken nur zwei der fünf gezeigten Übungen ohne Sturz waren. Am Boden konnten die Markoldendorferinnen ebenfalls punkten, es wäre aber noch etwas mehr drin gewesen.

Die ESV‘lerinnen Dorothea Lodder, Janne Schwarzer, Jana Fröhlich, Khanh-Linh Luong, Jona Goebel, Lea Beulshausen, Nissrin Mouane und Janet Ulczok (2001 bis 2005) sicherten sich mit sechs Zehnteln mehr in der Hinrunde Rang vier. Die Einbeckerinnen hatten ein ähnliches Leistungsbild wie die Markoldendorferinnen, sicherten sich am Boden ein paar wertvolle Zehntel Vorsprung.

Auffallend war das sehr gleichmäßige Leistungsbild der Sportlerinnen, was dafür spricht, das alle sich gut vorbereitet hatten. Lodder und Fröhlich turnten beide Vierkämpfe und sicherten sich dabei sehr hohe individuelle Punktzahlen, während Ulczok mit ihrer 13,100 am Boden die höchste Wertung ihres Teams erzielte. Für die Rückrunde ist in dieser Liga aufgrund der geringen Abstände noch alles offen, so dass sich die Turnerinnen aller Vereine sehr gut auf die Rückrunde nach den Herbtsferien vorbereiten werden.pk