Ortsrat Dassel

Bauen in den »Alten Teichsgärten«

In der Nähe des Sportplatzes | Gehweg an der Landesstraße in Ordnung bringen

Der Ortsrat Dassel wirbt für das Baugebiet »Alte Teichsgärten«. Bauinteressenten sollten sich melden.

Dassel. Ortsbürgermeisterin Heike Hoffmann konnte sich bei der jüngsten Ortsratssitzung über Zuhörer freuen. Grund war vermutlich das neue Baugebiet, über das der Ortsrat sprechen sollte. Einig waren sich die Ortsratsmitglieder, das vor Jahren ausgewiesene Gebiet »Alte Teichsgärten« in der Nähe des Sportplatzes wieder in den Fokus zu rücken. Hierfür gibt es einen Bebauungsplan. Wenn sich genügend Bauwillige finden, könnte die Stadt die Erschließung vornehmen. Auf der Tagesordnung standen zudem der Haushalt, die Verplanung von Geld, der Warntag und das Verbot zum Abbrennen von Feuerwerkskörpern.

Die Ortsratsmitglieder Christoph Schwerdtfeger, Ann-Katrin Schomburg und Ortsbürgermeisterin Heike Hoffmann haben herausgearbeitet, wo es Baumöglichkeiten in Dassel gibt. Vor einigen Jahren wurde das Baugebiet »Alte Teichsgärten« in der Nähe des Sportplatzes ins Auge gefasst. Für das Gebiet gibt es einen Bebauungsplan. Der Ortsrat bat nun, so zu verfahren wie in Markoldendorf, das heißt, die Stadt soll in die Erschließung gehen. Es sei wichtig, dass sich hier junge Menschen ansiedeln können, hieß es. Man müsse dafür Werbung machen.

Bürgermeister Melching machte klar, dass es Grundsätze gebe dafür, dass die Stadt ein Baugebiet entwickele: Nur wenn 50 Prozent der Grundstücksverkäufe über Vorverträge gesichert seien und wenn der Endpreis für die Grundstücke solide sei, werde man tätig. Zudem wird auch eine Bauverpflichtung ausgesprochen. Nachdenken müsse man auch über Bauabschnitte. Der Ortsrat war sich einig, das Baugebiet anzuschieben. Ein Anwohner plädierte dafür, dass die Umsetzung »nachbarschaftlich einvernehmlich« erfolgen soll. Der Ortsrat hat nun die Aufgabe, Interessenten zu aktivieren. Die Stadt wird dann die Verhandlungen mit den Grundstückseigentümern aufnehmen. Ortsratsmitglied Ekhard Brandes regte noch an, Verhandlungen mit dem Landkreis zur ehemaligen Rainald-von-Dassel-Schule aufzunehmen, ob man dort nach Abriss nicht auch Baugrundstücke realisieren könnte.

Angehört wurde der Ortsrat zum Haushalt 2021. Mit dem Zahlenwerk, das Bürgermeister Gerhard Melching vorstellte, wird deutlich, dass zu erwarten ist, dass sich die finanzielle Situation der Stadt Dassel weiter verschlechtert. Der Haushalt schließt im Ergebnishaushalt mit einem Fehlbedarf von 452.800 Euro ab. Auch für die Folgejahre sind negative Ergebnisse zu erwarten. Im Finanzhaushalt sind Investitionen in Höhe von 521.800 Euro veranschlagt. »Es bleibt eine schwierige Zeit.« Denn die Stadt sei weiter von Erträgen abhängig, die man nicht beeinflussen könne. Der Ortsrat äußerte den Wunsch, dass der Ausbau des Gehweges an der Landesstraße zum Solling aufgenommen wird.

Verplant wurden Ortratsmittel: für die Restaurierung der Bänke 400 Euro, für die Bücherei 500 Euro, für den Weihnachtsbaum 100 Euro, für einen möglichen Schreddertag im Januar rund 115 Euro, als Bezuschussung für einen Gestrüppmäher für den Schützenverein 2.000 Euro, für Dachausbau der Feuerwehr 1.500 Euro, für den Kranz zum Volkstrauertag 100 Euro, für den Ersatz von Bäumen, die ein Biokurs der Rainald-von Dassel-Schule pflanzen will, 600 Euro.

Der DSC hat den Betreibervertrag für die Pflege des Sportplatzes aufgekündigt. Der Landkreis übernimmt die Pflege, die Stadt muss dafür zahlen. Die Umkleidekabinen verbleiben künftig im Ortsratsbudget, werden aber vom Sportverein genutzt. Der Ortsrat muss deshalb mit dem DSC sprechen, wie die Kosten aufgeteilt werden sollen. Ortsbürgermeisterin Hoffmann war der Meinung, dass man einen »guten Weg« finden werde.

Für die Grünflächenpflege sollen künftig Ortsbürgermeisterin und Ortsbeauftragter einen Plan bekommen, um festzulegen, wann was gepflegt werden muss. Die Absprache mit dem Bauhof funktioniere gut, sagte Hoffmann.

In Dassel gab es am Warntag keine Alarmierung, denn hier ist die Digitalisierung umgesetzt: Die wirtschaftlichste Lösung zur Aktivierung der Feuerwehr war die Ausstattung mit Funkmeldeempfängern, eine zusätzliche Ausstattung der Sirenen mit digitalen Meldern war nicht notwendig, Dassel, Markoldendorf und Wellersen können also nicht mehr über Sirene alarmiert werden.

Es gilt ein Verbot von Abbrennen von Feuerwerkskörpern in der Altstadt. Damit wird an die Vernunft der Bürger appelliert, sich pyrotechnisch auch im Bereich von Fachwerkhäusern zurückzuhalten.

Der Eigentümer eines Wohngrundstücks Am Bierberg hat die unentgeltliche Nutzung des westlichen Nachbargrundstücks beantragt. Er möchte diesen Bereich im Rahmen der örtlichen Gegebenheiten mit nutzen und hat sich bereit erklärt, alle anfallenden Pflegearbeiten zu übernehmen. Aufgrund der hohen Neigung kann voraussichtlich nicht mehr mit einer Nachfrage als Baufläche gerechnet werden. Da ansonsten nur noch die üblichen Mäharbeiten durch die Mitarbeiter des Bauhofs anfallen, wurde empfohlen, das Angebot anzunehmen - mit der Auflage, dass der Nutzer für die Reinigung des Bürgersteigs sorgt.sts