CDU meint: Dassel kann mehr

Stadtrats-Kandidaten | Luftreinhaltungsanlagen für Schulen anschaffen | Baugebiete in allen Orten

Die CDU tritt mit elf Kandidaten zur Stadtratswahl am 12. September an: (von links) Günther Kelter, Hartmut ­Demann, Volker ­Vierroth, Joachim Stünkel, Hannes ­Garbelmann, Ludolf von Dassel, Frank Malderle, Jobst ­Volger, Lars Messerschmidt, Bürger­meisterkandidat Elias Kreuzinger, Marko Schwartz und Susanne Ebbighausen.

Dassel. Elf Kandidaten der CDU bewerben sich bei der Kommunalwahl am 12. September um einen Sitz im Dasseler Stadtrat: Joachim Stünkel, Günther Kelter, Ludolf von Dassel, Hartmut Demann, Susanne Ebbighausen, Volker Vierroth, Jobst Volger, Lars Messerschmidt, Marko Schwartz, Hannes Garbelmann und Frank Malderle. Das sei eine »gute Mischung aus jungen und erfahrenen Kandidaten«, sagt Joachim Stünkel, Dasseler CDU-Ratsherr und CDU-Stadtverbandsvorsitzender. Leider habe man nicht aus allen Ortschaften Kandidaten gewinnen können, als Ursache dafür nennt er die Pandemie samt ihrer Auswirkungen.

Dassel könne mehr, ist sich Stünkel sicher. Als Beispiel für das derzeitige Verharren nennt er die Straßenausbaubeiträge, deren Abschaffung die CDU fordert. Der derzeitige Rat hat lediglich einen Arbeitskreis installiert, der nach alternativen Finanzierungsmöglichkeiten für den Straßenbau suchen soll. Die Mehrheit des Rates habe nicht auf den Wagen aufspringen wollen, den die CDU bereitgestellt habe, so der Christdemokrat.

An Landkreis-Ausschreibung beteiligen

Weiteres wichtiges Thema ist für die CDU die Luftreinhaltung in den Schulen, möglicherweise auch in den Kindergärten. Die Anschaffung von Plasma-Luftreinigern hatten die Vorstände der beiden Grundschulen abgelehnt. Die CDU hat nochmals das Gespräch mit den Schulleitern gesucht. Die, so CDU-Ratsherr Günther Kelter, hätten den Ball in Richtung Politik gespielt. Und in der Politik habe ein Nachdenken stattgefunden: Die CDU beantragt deshalb eine vorgezogene Sitzung des Verwaltungsauschusses (eigentlicher Sitzungstermin ist der 30. August), damit die Luftreiniger angeschafft werden können. Bei der Anschaffung der mobilen Geräte könnte man sich beispielsweise an der Ausschreibung des Landkreises beteiligen. Das Lüften der Klassenräume nach der 20-5-20-Regelung wird dennoch beibehalten. Wenn die Politik jetzt nicht handele, werde man alt aussehen, gibt Stünkel zu bedenken.

Im Bereich Wohnen und Bauen kritisiert Ratsherr Günther Kelter vor allem den Entwurf des Regionalen Raumordnungsprogramms, der die Ausweisung von Baugebieten nur noch in Dassel, Markoldendorf und Relliehausen zulasse. Das ist ein »KO-Schlag für die anderen Orte«. Die CDU will die Unterstützung Bauwilliger mit der Ausweisung von Baugebieten im gesamten Stadtgebiet fördern. Denn, ergänzt Hartmut Demann, das Zinsniveau sei niedrig, es gebe viele Bauwillige, und die wollten nicht unbedingt die Baulücken füllen. Auch bei der Umnutzung von leerstehenden Gebäuden will die CDU unterstützen, und für den Abriss verfallener Häuser sollen Fördermittel eingeworben werden.

Analyse der Schwächen und Stärken und eine daraus abzuleitende Entwicklung

Den Hochwasserschutz hat die CDU ebenfalls im Blick, möchte die vorliegenden Planungen für Rückhalteanlagen umsetzen. Zielgerichtet soll die energetische Sanierung von städtischen Liegenschaften umgesetzt werden. Klimaschutz soll durch die Unterstützung bei erneuerbaren Energien betrieben werden.
Nicht nur das neue Baugebiet in Markoldendorf, sondern auch den Neubau des Kindergartens im Flecken schreibt sich die CDU auf ihre Fahnen. Auch die dritte Kindergartengruppe soll nach dem Willen der CDU hier kommen. Die sachgerechte Ausstattung der Schulen liegt der CDU ebenfalls am Herzen.

Im Bereich Wirtschaft fordern die Christdemokraten eine Analyse der Schwächen und Stärken der Stadt und eine daraus abzuleitende Entwicklung. Günstige Rahmenbedingungen sollen für die Ansiedelung von Firmen und Gewerbe sorgen und damit Arbeitsplätze schaffen. Auch der Tourismus soll unter Vermarktung touristischer Attraktionen mehr Bedeutung erlangen.

»Wir unterstützen die Landwirtschaft, denn die Landwirte sind unsere Landschaftspfleger und Naturschützer«, steht im CDU-Wahlprogramm. Der landschaftliche Wegebau soll erhalten, innovative Ideen auf den Höfen unterstützt werden.

Straßen- und Brückenkataster gefordert

Für Dassel wird ein Straßen- und Brückenkataster gefordert, Radwege sollen ausgebaut werden. Die klimaneutrale Mobilität soll im Stadtgebiet sinnvoll entwickelt werden. Als entscheidend für die Zukunftsfähigkeit erachtet die CDU die flächendeckende Breitbandversorgung. Chancengleichheit für Menschen mit Einschränkungen ist für die CDU selbstverständlich. Die Christdemokraten wollen Dassel kinder- und familienfreundlich sowie der Jugend zugewandt entwickeln, das Wissen von Senioren soll geschätzt und sie in die Gemeinschaft einbezogen werden. »Wir streben die Schaffung eines Seniorenbeirats an.«
Und im Bereich Klimaschutz, Umwelt und Natur verweist die CDU darauf, dass sie entscheidend dazu beigetragen habe, dass das »Landschaftsschutzgebiet Ilme« eingeführt wird. Erdfälle, so Stünkel, treten in der Gegend um Lüthorst/Portenhagen auf, hier fordert Stünkel ein entsprechendes Gutachten.

Mit den knappen finanziellen Mitteln der Stadt will man »sorgsam und verantwortungsvoll« umgehen. Es soll ein Ansprechpartner für Stadtmarketing, Wirtschaftsförderung und Fördermöglichkeiten in der Verwaltung installiert werden, und es soll eine neue Stelle für die IT-Betreuung in den Schulen geschaffen werden.

Für die Kommunalwahl ist Stünkel zuversichtlich: »Wir gehen von einem guten Ergebnis aus« – zumal auch der von der CDU unterstützte Bürgermeisterkandidat Elias Kreuzinger handeln und nicht nur verwalten wolle.sts

Dassel

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