Dasseler Pfarrhaus wird nun saniert

Erhalt ist bis 2020 sicher, ebenso die drei Pfarrstellen im Dasseler Bereich

Bis 2020 werden im Dasseler Bereich die drei Pfarrstellen erhalten. Zurzeit wird in das Dasseler Pfarrhaus investiert. Die Fenster werden erneuert, der Westgiebel wird neu behängt, das Dach wird erneuert. Die Investitionen ins Dasseler Pfarrhaus unterstreichen die Bedeutung und damit den Erhalt des Dasseler Pfarrhauses.

Dassel. Im Kirchenkreis Leine-Solling wird zurzeit an einem Pfarrhaus-Konzept gearbeitet.  Gehe man wirtschaftlich mit den Gebäuden um, so Superintendent Heinz Behrends, dann stehe mehr Geld fürs Personal zur Verfügung. Und das sei der Auftrag der Kirche  - sich um die Menschen zu kümmern und die Verkündung.
Seit 2001 wurden im Dasseler Bereich die Pfarrstellen von fünf auf drei zurück gefahren, Bis 2020 nun sind die drei Pfarrstellen sicher. Bisher wurde in Dassel ein Pfarrhaus verkauft. Der Verkaufserlös floss zurück nach Ellensen, in die Stiftung für die Kapellengemeinde. In Sievershausen wurde das Pfarrhaus ebenfalls veräußert. Das Geld wurde in den Bau der Gemeinderäume in die Kirche investiert. Die Gemeinde, so Behrends, sei mit dieser Lösung sehr zufrieden. 

Das Pfarrhaus in Dassel, in dem das regionale Pfarrbüro, das Archiv, Gemeinderäume und eine Pfarrwohnung sind, bleibt erhalten. Deshalb hat der Kirchenvorstand der St. Laurentiusgemeinde im vergangenen Jahr auch ein umfassendes Sanierungskonzept mit dem Kirchenkreis Leine–Solling und dem Stadt Dassel auf den Weg gebracht. Energetische, baudenkmalerische Aspekte und einfacher Sanierungsbedarf haben ein Paket ergeben, was in den nächsten Monaten bis Jahresende umgesetzt und abgeschlossen wird. Die fachliche Betreuung obliegt der Architektin des Kirchenkreises Nina Schachtschneider. Der Kirchenvorstand macht damit dieses Pfarrhaus mit eigenen Mitteln, Stadtsanierungsmitteln und besonderen Mitteln aus einem Energiebilanzfonds der Landeskirche zukunftsfähig.

Der Sockel ist bereits saniert. 50.000 Euro kostet die Fenstererneuerung, die Aufträge für den Giebel-Behang und das Dach werden in Kürze vergeben. Neben dem ökologischen Aspekt sieht Superintendent Behrends in der Maßnahme auch die Möglichkeit, die Pfarrstelle in Dassel attraktiv zu halten.

Die Kirche spare, die Qualität der Arbeit aber habe nicht gelitten, ist sich Behrends sicher. Beispiel für sinnvolles Sparen ist in Dassel auch die Vermietung von Gemeinderäumen. In dem Gebäude in der Ballerstraße nutzt die Gemeinde lediglich das Obergeschoss. Nicht notwendiger Gemeinderaum konnte vermietet werden, meint auch Pastor Possner.

Erst im November wird der Ausschuss nach Beratung das Konzept für die Pfarrhäuser im Kirchenkreis Leine-Solling vorlegen. Dabei müsse auch bedacht werden, dass es sich bei manchen Pfarrhäusern wie Lüthorst oder Markoldendorf um Ensemble handelt, erklärte Architektin Schachtschneider.sts