Ortsrat Markoldendorf

Energetische Maßnahme am Gemeinschaftshaus

Energieberatungsbericht | Baugebiet | Ortsratsmittel verplant | Schulwald

Der Gebäudeteil am Gemeinschaftshaus mit den ehemaligen Duschen soll vorerst nicht veräußert werden, es soll ein Angebot für die Dachsanierung eingeholt werden.

Markoldendorf. Das Interesse an der Sitzung des Markoldendorfer Ortsrates war diesmal groß – es ging um das neue Baugebiet, ein Energieberatungsgutachten für das Gemeinschaftshaus, den Friedhof, das Naturschutzgebiet »Ilme« und den Verkauf eines städtischen Grundstücks.

Die Stadt weist »Am Rennebergsweg« am südlichen Ortsrand ein Baugebiet aus. Zwischen der Landesstraße nach Hoppensen und dem Gemeindeverbindungsweg nach Ellensen wird das Baugebiet in drei Abschnitten entwickelt. Der erste Bauabschnitt umfasst 16 Bauplätze, die weiteren Bauabschnitte mit elf beziehungsweise 17 Bauplätzen werden erst realisiert, wenn bei 50 Prozent der Grundstücke eine verbindliche Kaufabsicht dokumentiert ist.

Für den ersten Bauabschnitt liegen bereits acht Absichtserklärungen vor. Bis zum 31. August können Bauwillige sich melden bei Volkhard Wischniowski, stellvertretender Fachbereichsleiter Bau und Ordnung, Telefon: 05564/20253 oder wischniowski@stadt-dassel.de. Danach werden die Bauplätze mit mehreren Interessenten bei einer öffentlichen Veranstaltung im Beisein der Interessenten ausgelost. Es besteht die Verpflichtung, innerhalb der nächsten zwei Jahre zu bauen. Die Stadt biete die Grundstücke »kostendeckend« an, kalkuliere keinen Gewinn ein, sagte Bürgermeister Gerhard Melching. Ziel sei es, den Bedarf zu decken.

Verplant wurden Ortsratsmittel, wobei die Kosten für die Spielplätze Berliner und Stettiner Straße gestiegen sind. Rund 111 Euro fließen in die Grundausstattung der Krabbelgruppe im Gemeinschaftshaus, 715 Euro und 590 Euro in Jubilarehrungen, 445 Euro in die Bepflanzung von Blumenkübeln, 500 Euro in Neuanschaffungen für die Bücherei, 625 Euro in die Energieberatung für das Gemeinschaftshaus, 300 Euro in die Reparatur der Schüttenhofkette, 60 Euro gehen an die Prellballabteilung für Entsorgungskosten, 302 Euro kostet die Reparatur und Wartung von Gartengeräten, 580 Euro erhält die Jagdgenossenschaft für das Beschneiden von Büschen, rund 2.428 Euro fließen in Wegebaumaßnahmen und 800 Euro kostet der Sandaustausch auf Spielplätzen. 1.000 Euro kostet der neue Sandkasten für den Spielplatz Pfarrgarten, 2.000 Euro die Erweiterung der Straßenbeleuchtung am Caspul und 500 Euro die Abdichtung der Eingangstür im Gemeinschaftshaus.

Mit Bundes-Förderung wurde ein Energieberatungsbericht zum Gemeinschaftshaus gefördert. Die Bewirtschaftung des Gemeinschaftshauses erfolgt aus dem Budgets des Ortsrates, und da liegt es nahe, sich Gedanken über Energieeffizienz zu machen. Der Ortsrat wünschte sich einen Handlungsleitfaden. Rainer Lüdecke vom Büro Rösemeier hat das Gebäude begutachtet und Verbrauchsdaten ermittelt. Der nun vorgelegte Energieberatungsbericht weist verschiedene Maßnahmepakete aus: die Ertüchtigung von Kellerdecke, Dach, der Außenwände und der oberste Geschossdecke, der Erneuern der Fenstern und Außentüren sowie die Optimierung der Heizung. Der Ortsrat sprach sich für die Dämmung der Dachbodendecke aus, von örtlichen Unternehmen sollen Angebote eingeholt werden. Die Maßnahme soll im Haushalt 2021 berücksichtigt werden, wobei der Ortsrat ein Drittel der Kosten tragen will, die Stadt soll zwei Drittel finanzieren.

Für den Markoldendorfer Friedhof besteht der Wunsch nach der Bestattung unter Bäumen, wie es auf dem Oldendorfer Friedhof möglich ist.
Der Landkreis Northeim beabsichtigt, mehrere Gebiete im Kreisgebiet unter Schutz zu stellen und sie als Naturschutzgebiete auszuweisen. Durch das Bundesnaturschutzgesetz ist der Landkreis als Untere Naturschutzbehörde verpflichtet, eigene Schutzgebiete auszuweisen. Hintergrund ist die Umsetzung der FFH- Richtlinie (Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie). Hierdurch soll ein zusammenhängendes Netz von Schutzgebieten innerhalb der Europäischen Union entstehen, dass auch unter dem Namen »Natura 2000« bekannt ist. Für den Bereich der Stadt Dassel ist zum Verfahren Naturschutzgebiet »Ilme« unter anderem Markoldendorf betroffen. Verwaltungsseitig wurde darauf hingewiesen, dass die Ausweisung von Naturschutzgebieten nicht dazu führen dürfe, dass der Neubau von Radwegen behindert wird. Hinzu kommt, dass die Markoldendorfer Grundschule einen Schulwald anlegen möchte, dessen Standort nordöstlich der Kläranlage in das geplante Schutzgebiet fällt.

Der Ortsrat stellte fest, dass der Grillplatz entbehrlich ist und verkauft werden kann – allerdings nur mit dem angrenzenden städtischen Grundstück.
Der Ortsrat will nicht die Kosten für die Umsetzung des Steins der Grabstätte Riehler Heimstätten auf die Altgrabstelle übernehmen, das Grab wird aufgelöst.
Zurückgestellt wurde die Idee eines Wassertretbeckens am Caspul.sts

Dassel

Wassertreten im kühlen Nass

Gut besuchte Sommerkirche