Inklusives Theater bringt diesmal Gruselgeschichte auf die Bühne

Dassel. Seit Jahren bewährt hat sich die Kooperation der Paul-Gerhardt-Schule mit den Harz-Weser-Werken. Auch deshalb kann seit 2001 im Rahmen des Diakonieprojekts das »Inklusive Theater« angeboten werden. Hiervon profitieren alle – die Schüler und die Bewohner der Harz-Weser-Werke. Geleitet wird das Projekt von den Lehrerinnen Cornelia Ehling und Sigrid Städtler. Städtler hat diesmal das Stück »Von einer, die auszog, das Fürchten zu lernen« geschrieben.

Die Kunst bei dem Projekt ist es, die Rollen passgenau auf die Personen zuzuschneiden, so dass alle mit Spaß an der Sache arbeiten und davon profitieren können. Die sieben Achtklässlerinnen der PGS nahmen ihre Schauspielkollegen dabei sprichwörtlich an die Hand, und gemeinsam gelang eine wunderbare Aufführung – auch, wenn alle vorher ungemein aufgeregt waren. Erzählt wurde die Geschichte von einem verfluchten Schloss, das nur mit Hilfe der unerschrockenen Hanna befreit werden kann.

Da begegnen den Zuschauern spukende Gespenster, die sich auch einmal Spaß wünschten, die scheue Nacht-Elfi, die unerschrockene Hanna mit ihrem achtbeinigen ­Kuscheltier, der raffgierige junge und der nette alte König sowie Prinzessin Lea, die ihren Vater schließlich mit einer List in die Ferne lockt, so dass alle erleichtert eine Party feiern können. Leicht bissiger Humor mittels einer Trump-Maske oder Hexen in Nachrichtensendungen sorgen für Heiterkeit im Publikum. Am Ende gab es viel Applaus für die Aufführung, an der seit Schuljahresbeginn gearbeitet wurde.

Den eigentlichen Gewinn des Projekts, ist sich Ehling sicher, gebe es allerdings in den Proben. Es sei ein ständiges Geben und Nehmen. Schulleiter Gerhard Wittkugel überreichte abschließend Blumen an Städtler und Ehling und bedankte sich bei den Schauspielern: »Es ist toll, eure Energie zu erleben.«

Die Akteure freuten sich über die große Zuschauerschar und den Applaus. Nochmals wird das Stück am Montag, 3. Juni, ab 14 Uhr in der Paula der PGS zu sehen sein.sts