Schmutzwasserentsorgung wird teurer

Trinkwassergebühr bleibt stabil, Oberflächenentwässerung steigt | Gebührenerhöhung moderat

Die Verbandsversammlung des WAZ »Solling« befasste sich mit den Gebühren fürs Trinkwasser, für Abwasser und fürs Niederschlagswasser. Verpflichtet wurde vom Verbandsversammlung-Vorsitzenden Wolf Koch das Mitglied Joachim Stünkel.

Dassel. Die Gebühren für Trinkwasser bleiben auf bisherigem Niveau. Eine Erhöhung ist nicht erforderlich, hörten die Mitglieder bei der Verbandsversammlung des Wasser- und Abwasserzweckverbandes (WAZ) »Solling«. Erhöht werden allerdings die Gebühren für die Schmutzwasserentsorgung - in Dassel um 0,03 Euro pro Kubikmeter.

Die Wasserverbrauchsgebühr in der Stadt Dassel beträgt weiterhin 1,71 Euro pro Kubikmeter, die zentrale Schmutzwasserbeseitigung wird auf 3,17 Euro pro Kubikmeter steigen. Insgesamt handele es sich um eine »moderate Preiserhöhung«, stellte Joachim Hawranke, Geschäftsführer des WAZ, denn für einen durchschnittlichen Vier-Personen-Haushalt errechnen sich Mehrkosten in Höhe von .4,80 Euro pro Jahr.

Die Gebühren für die Oberflächenentwässerung werden in Dassel um 0,02 Euro pro Quadratmeter angehoben. Die zentrale Niederschlagswasserbeseitigung der Privatgrundstücke kostet dann 0,13 Euro pro Quadratmeter. Für ein durchschnittliches Einfamilienhaus mit rund 200 Quadratmetern überdachter und versiegelter Fläche macht das vier Euro mehr im Jahr.

Die Wasserabnahmemenge ist in Dassel von 484.175 Kubikmetern in 2016 um rund fünf Prozent auf 461.749 Kubikmeter in 2017 zurückgegangenen. Damit hat der WAZ rund 100.000 Euro weniger an Gebühren eingenommen. Der gleiche Rückgang ist auch in der Abwasserversorgung zu verzeichnen.

Aufgrund der Prognosen geht der WAZ davon aus, das auch in den kommenden Jahren die Verbrauchsmengen weiter sinken werden, gleichzeitig aber werden steigende Sachkosten, tarifliche Personalkostenerhöhungen und steigende Kosten im Energiebereich nur durch kontinuierliche Gebührenanpassungen ausgeglichen werden können.

Die landwirtschaftliche Verwertung des Klärschlamms - bei WAZ zu 100 Prozent umgesetzt - hat zu einem erheblichen Kostenanstieg geführt. Eine thermische Verwertung wäre allerdings noch teurer, rechnete Hawranke. Ausgezahlt haben sich allerdings Investitionen in energetische Maßnahmen an den Kläranlagen.

Entsprechend der Kalkulation ist es erforderlich, die Gebühren für die Schmutzwasserentsorgung in Dassel um 0,03 Euro pro Kubikmeter anzuheben. Die Abwassergebühr in Dassel beträgt künftig für Abwasser aus Kleinkläranlagen 30,34 Euro pro Kubikmeter und aus abflusslosen Gruben 29,36 Euro pro Kubikmeter.

Die Gebühren werden vorerst für ein Jahr festgelegt.. Der Wirtschaftsplan 2019 schließt mit Erträgen in Höhe von 4.799.000 Euro und Aufwendungen in Höhe von 4.751.300 Euro, was einen Jahresgewinn von 47.700 Euro bedeutet. Im Vermögensplan liegen die Einnahmen und Ausgaben bei 4.963.800 Euro.

Investiert werden sollen im kommenden Jahr im Verbandsgebiet rund 4.145.500 Euro - unter anderem im Dasseler Bereich 1,25 Millionen Euro in den Trinkwasserhochbehälter Grupenberg, 300.000 Euro in die Erneuerung des Trinkwassernetzes in Kappen-, Stettiner- und Liegnitzer Straße in Markoldendorf, 220.000 Euro in Erneuerungs- und Umbauarbeiten im Wasserwerk Lauenberg, 210.000 Euro für Umbaumaßnahmen auf den Kläranlagen Dassel und Markoldendorf, 490.000 Euro für die Erneuerung von Schmutz- und Regenwasserkanal in der Kappenstraße in Markoldendorf.

Bürgermeister Gerhard Melching hob in diesem Zusammenhang die hohen Investitionen in den vergangenen Jahren und auch jetzt in Markoldendorf heraus. Dass der WAZ »Solling« wirtschaftlich geführt wird, bestätigt der Prüfbericht für das Jahr 2017. Bürgermeister Melching dankte Geschäftsführer Hawranke und dem WAZ-Team für seine Arbeit. Abschließend merkte Hawranke an, dass die lange Trockenperiode Probleme in Sievershausen mit sich bringen könnte. Hier liegt der Verbrauch bei 180 Kubikmeter, die Sandbornquelle liefert derzeit lediglich 230 Kubikmeter Wasser.sts

Dassel

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