Früher die Leber, heute die Mini-Bar

»Theater, Theater«: Komödie am Rhein sorgt für Unterhaltung im Bendow-Theater

Männer in Frauenkleidern sind immer für einen Lacher gut: Aber nicht nur mit derlei Humor punktete die »Komödie am Rhein«, die auf Einladung des Einbecker Kulturrings das Stück »Theater, Theater« auf die Bühne im Bendow-Theater brachte. Wortwitz à la Loriot und Schauspielkunst der Akteure ließen das Einbecker Publikum lang anhaltenden Applaus spenden.

Einbeck. Die Inszenierung von Olaf Böhnert begeisterte das Einbecker Publikum  - denn »Theater, Theater« spielte auf verschiedenen Ebenen, überzeugte mit klassischem Witz, aber auch durch Schauspielkunst. Da wurden die Empfindlichkeiten von Schauspielern aufs Korn genommen, die platte Komik bemüht und damit für  vergnügliche Unterhaltung gesorgt.

Der Zuschauer wurde mitgenommen ins Theater, zum  Abend vor der Premiere: Es herrscht große Betriebsamkeit bei der öffentlichen Generalprobe. Der Zuschauerraum ist gefüllt, und es ist wenig Zeit bis zum Beginn der Vorstellung. Der Schauspieler, der die Rolle des »Smith« spielt, ist krank und muss kurzfristig umbesetzt werden. Der gebuchte Ersatzschauspieler, der diese Rolle schon hunderte Male an einem anderen Theater gespielt hat, wird jeden Moment erwartet. Als nun der zu spät kommende Zuschauer Stefan Schmidt irrtümlicherweise für diesen unbekannten Kollegen gehalten wird, wird dieser kurzerhand auf die Bühne geschubst.

Schmidt fühlt sich pudelwohl im Rampenlicht vor so vielen Zuschauern und mischt mit - leider völlig am Thema vorbei. Er hat von der Handlung des Stückes nicht die leiseste Ahnung. Denn englische Krimis liest er nicht, eher Science-Fiction. Außerdem ist er im realen Leben Bademeister.  Als dann echter Cognac serviert wird und eine Darstellerin erfährt, dass der Regis-seur nicht nur mit ihr, sondern auch mit ihrer Kollegin ein Verhältnis hat, ist das Chaos perfekt.

Kekse, »die so einschleimen«, theatralische Sterbe-Szenen, hysterische Frauen, die mit kaltem Wasser abgeschreckt werden, offensichtlich »talentfreie« Schauspielerinnen, deren Qualitäten auf anderem Gebiet liegen, oder Kalauer wie »Wo früher eine Leber war, ist heute eine Mini-Bar« - das Stück »Theater, Theater« unterhielt die Einbecker Zuschauer mit allerlei Späßen. Nach nur wenigen Minuten gab es die ersten Lacher im Einbecker Publikum. Wenn das Stück auch hätte schneller Fahrt aufnehmen können, sorgte es doch für einen vergnüglichen Theaterabend - vor allem durch die ungeahnten Wendungen. In der Inszenierung von Olaf Böhnert, der auch den Stefan Schmidt verkörperte, glänzten vor allem Daniel Andone als Frauenfreund und Regisseur Falk Wagner sowie Axel Hinz als Julius C. Brenner. Aber auch Karina Haus konnte überzeugen, und dafür gab es den verdienten Applaus. sts



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