»Gemeinsam entsteht etwas Neues«

ver.di-Mitglieder beschließen Fusion zum Ortsverein Einbeck/Bad Gandersheim

Um die Zusammenlegung der Ortsvereine Einbeck/Dassel und Bad Gandersheim/Kreiensen zu beschließen, fand kürzlich eine Mitgliederversammlung der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) im Hotel »Panorama« in Einbeck statt.

Einbeck. Zunächst begrüßte der Vorsitzende des ver.di-Ortsvereins Einbeck, Peter Zarske, die anwesenden Mitglieder, ehe Burghard Steege, Vorsitzender des Ortsvereins Bad Gandersheim/Kreiensen, von fehlender Beteiligung und Problemen im Arbeitsumfeld berichtete.

Zarske ging in seinem Bericht über die vergangenen vier Jahre auf Aktivitäten des Ortsvereins Einbeck/Dassel ein. So habe das  Thema Mindestlohn 2007 im Mittelpunkt gestanden. Dabei müsse es einen gesetzlichen Mindestlohn geben, wenn die Tarifpartner keine existenzsichernden Löhne vereinbaren. »Es kann nicht sein, dass Arbeit arm macht«, stellte der Ortsvorsitzende fest. Im selben Jahr habe es auch eine Podiumsdiskussion zum Thema Mindestlohn gegeben.

Die Situation des Sertürner Krankenhauses stand 2008 im Mittelpunkt der Arbeit der Gewerkschaft. Mit verschiedenen Aktionen, unter anderem Unterschriftensammlung, Podiumsdiskussion und Versammlungen, wurde auf die ernste Lage hingewiesen. Mit der jetzigen Situation des Krankenhauses scheint »relativ sicheres Fahrwasser erreicht zu sein«, stellte Zarske fest.Im vergangenen Jahr ging es um die Themen Mobbing am Arbeitsplatz und die Haushalts-situation der Stadt Einbeck. Anfang 2010 sei bereits über die Zusammenlegung der beiden Ortsvereine beraten und ein entsprechendes Gesuch beim Bezirksvorstand eingereicht worden. Dieser habe einen entsprechenden Beschluss zur Fusion gefasst. Dabei betonte Zarske, dass es nicht darum gehe, »dass einer den anderen übernimmt, sondern das gemeinsam etwas Neues entsteht.«

Der zuständige Gewerkschaftssekretär Lothar Richter lobte in seinem Vortrag die Arbeit der Gewerkschaft vor Ort: »Man hat sich nicht gescheut, die politischen Vetreter mit Forderungen zu konfrontieren. Das ist bei den Abgeordneten gut angekommen.«Negativ sei hingegen die Mitgliederentwicklung in beiden Ortsvereinen gewesen. Deshalb sei aus seiner Sicht die Zusammenlegung eine gute Idee. Trotzdem müsse weiter an der Basis gearbeitet werden, um junge Menschen für die Aktivitäten der Gewerkschaft zu gewinnen und so für den nötigen Unterbau zu sorgen.

In Bezug auf die politische Lage im Bund wies Richter darauf hin, dass die soziale Gerechtigkeit immer weniger berücksichtigt werde. »Dagegen müssen wir uns wehren«, stellte der Gewerkschaftssekretär fest. Anschließend fanden Abstimmungen zur Zusammenlegung der beiden Ortsvereine, der neuen Namensgebung, der Größe und Zusammensetzung des neuen Ortsvereines, des Vorstands sowie der Deligierten statt. Dabei wurde einer Zusammenlegung ebenso zugestimmt wie der Benennung als Ortsverein Einbeck/Bad Gandersheim.

Die Größe des Ortsvereinsvorstandes wurde auf 19 Personen bestimmt: Henry Reemts, Frank Bartels, Dagmar Zimmermann, Burghard Steege, Jörg-Anders Gelück, Martina König, Holger Rother, Peter Zarske, Henning Lübbe, Sylke Agus, Hans-Dieter Loycke, Marion Hüpsel, Ernst Nüsse, Jürgen Behrends, Friedrich Rössing, Bettina Wehe, Dirk Schoppe, Gerhard Sasse und Siegfried Wiedermann wurden gewählt. Den Vorsitz wird Peter Zarske führen, sein Stellvertreter ist Burghard Steege. Beide wurden einstimmig gewählt.

Für sein langjähriges Engagement bei ver.di erhielt Siegfried Krüger einen Präsentkorb überreicht.thp

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