»Jedes Kind soll sich hier wohlfühlen«

Zweiwöchige Ferienbetreuung von Grundschulkindern in Kleingruppen | Aufwändige Vorbereitung

Ein Angebot ist das Herstellen von Nagelbildern, Herz oder Anker wurden mit Hammer und Nagel aufs Brett gebracht.

Ferienzeit bedeutet für erwerbstätige, arbeit­suchende Eltern oder Erziehungsberechtigte oft eine große Herausforderung im Hinblick auf verlässliche Kinderbetreuung. Besonders in diesem Jahr, in dem Schulen und Kitas seit Mitte März für die meisten Kinder und Jugendlichen aufgrund der Corona-Pandemie geschlossen hatten und erst im Juni wieder ihre Pforten tageweise öffnen durften, stehen Eltern vor einer großen Hürde, die Betreuung parallel zum Job bewerkstelligen zu können. In den Sommerferien hat die Stadt nun eine zweiwöchige Ferienbetreuung organisiert.

Einbeck. Die Einbecker Erzieherin Lene Garus-Jochumsen berichtet, dass die Vorbereitung in diesem Jahr viel aufwändiger gewesen sei. Es mussten Kleingruppen organisiert werden, das Ferienprogramm muss an die geltenden Corona-Verordnungen angepasst sein, immer wieder zwischendurch und am Ende des Tages müssen die Spielgeräte desinfiziert werden. Möglichst viele Angebote sollen im Freien statt­finden. Das Wichtigste aber ist für die Erzieherin: »Die Kinder sollen Spaß und Freude haben – auch wenn es nicht so ist, wie in den Vorjahren.«

Zwei Wochen läuft die Betreuung der insgesamt 21 Kinder in drei Kleingruppen in der Grundschule am Teichenweg. In der Küche, in der Mensa und in einem Betreuungsraum haben die Gruppen Platz gefunden. Bewegen sich die Kinder, dann tragen sie im Gebäude Masken.

Konnte die Ferienbetreuung in den vergangenen Jahren die Feuerwehr oder die Stadtbibliothek besuchen, so müssen diese Ausflüge in diesem Jahr ausfallen. Einmal wöchentlich bietet Katrin Liebenhagen Zumba jeweils in den Gruppen an. Der große Schulhof, die Aula und die Turnhalle können für Spiele genutzt werden. Hier können Entspannungsübungen, Stopp-Tanz oder das Vorlesen eines Buches für Unterhaltung sorgen. Der Bauwagen mit den Spielgeräten für den Schulhof steht ebenfalls bereit.

Ausflüge führen in Kleingruppen zum Abenteuerspielplatz, und es gibt viele kreative Bastelangebote – beispielsweise den Bau eines Insektenhotels, das Bemalen von Leinwänden, die Herstellung von Fotohaltern oder Mosaikbildern in Ton. Eine Stadtrallye ist noch geplant, und es soll einen schönen Abschluss geben, sagt Lene Garus-Joachumsen. Was das am 21. August sein wird, wird noch nicht verraten.
Bei der Kinderbetreuung steht in Corona-Zeiten der Sicherheits-Aspekt im Vordergrund. Jeden Tag muss ein Gesundheitsbogen abgegeben werden. Und so muss auch das gemeinsame Frühstücksbüfett ausfallen, gemeinsam kann morgens nicht mehr Obst geschnippelt werden. Jedes Kind bringt sein eigenes Frühstück mit.

In der Ferienbetreuung wird »situationsgerecht« gearbeitet, die Bedürfnisse der Kinder werden ernst genommen, sagt Garus-Jochumsen. Es sei wichtig, den berufstätigen Eltern eine Ferienbetreuung anzubieten. Eine Mutter habe sich neulich bei ihr bedankt – sie habe ein nörgeliges Kind morgens gebracht und es froh nach Ende der Kinderbetreuung wieder abgeholt. Trotz aller notwendigen Hygienemaßnahmen wünscht sich Garus-Jochumsen, dass sich die Kinder hier wohlfühlen.sts

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