Jetzt auch Neurochirurgie

Ab sofort minimalinvasive Bandscheiben-OP am Einbecker Bürgerspital

Zwei, die nach der Bandscheiben-OP ganz glücklich sind: Brigitte Koch und ihr Enkel Luca. Die Patien­tin konnte nach einem erfolgreichen minimal­invasiven Eingriff schnell wieder nach Hause, und sie ist schmerzfrei, was sie und den Jungen sehr freut.

Einbeck. »Wenn man über Jahre jede Minute Schmerzen hat und dann aufwacht, und man hat plötzlich nichts mehr: Das ist der Hammer.« Brigitte Koch kann ihr Glück kaum fassen. Im Juli wurde sie am Einbecker Bürgerspital (EBS) an der Wirbelsäule operiert. Es war ihr sechster Bandscheibenvorfall. Und die erste neurochirurgische Operation am EBS: Seit einiger Zeit betreuen niedergelassene Neurochirurgen am Einbecker Bürgerspital Patienten, die Schmerzen an der Wirbelsäule haben.

In den seltensten Fällen ist eine Operation nötig. Das neurochirurgische Team deckt daher neben minimal-invasiver Verfahren auch die gesamte Bandbreite der konservativen Therapie ab. Im Fall von Brigitte Koch war eine OP jedoch die einzig sinnvolle Lösung: »Ich konnte nicht mehr gehen und hatte furchtbare Schmerzen«, blickt die Einbeckerin zurück. Von ihrer Arbeitsstelle ist sie mit Blaulicht abgeholt und ins EBS gebracht worden. Wenige Stunden später war sie zum ersten Mal seit zwei Jahren schmerzfrei.

»Die Patientin hatte eine Lähmung des Fußes und starke Schmerzen. Die chirurgischen Kollegen des Bürgerspitals Einbeck hatten zeitnah die richtigen Voruntersuchungen veranlasst. Hierbei diagnostizierten wir einen Bandscheibenvorfall in der Lendenwirbelsäule«, erläutert der Facharzt für Neurochirurgie, Privatdozent Dr. Bawarjan Schatlo. In diesem Fall bestand aufgrund der Lähmung Grund zum raschen Handeln. Die 51-Jährige war entschlossen. Und sie wollte schnell behandelt werden: »Mein Enkel wohnt bei mir, und mir war klar, ich muss schnell wieder nach Hause«, berichtet sie. Neurochirurgen sehen sich tagtäglich mit den Folgen von Bandscheibenvorfällen konfrontiert. In Notfällen, wie in diesem Falle bei einer Lähmung, ist die Operation die Methode der Wahl. »Fünf Stunden später ging es schon los«, erzählt Brigitte Koch noch immer verblüfft. Und noch verblüffter war sie, als sie um 22 Uhr abends schmerzfrei aufwachte. »Bei unauffälligem Verlauf können Patienten bereits zwei Tage nach einer minimalinvasiven OP das Krankenhaus verlassen«, sagt Dr. Schatlo. Die Fachärzte für Neurochirurgie decken am Einbecker Bürgerspital den gesamten Bereich der Wirbelsäule und der Nerven ab.

»Wir sind sehr erfreut, dass wir unser Angebot am Einbecker Bürgerspital nun um die neurochirurgischen Kompetenzen von Dr. Schatlo und seinem Team erweitern können«, betont EBS-Geschäftsführer Frederic Lazar. »Wir haben uns in den vergangenen Jahren mehr und mehr spezialisiert und unser Angebot erweitert. Und zu einer umfassenden stationären Versorgung für eine Region gehört auch die Behandlung der Wirbelsäule. Dass das ein fehlendes Puzzleteil in unserem medizinischen Angebot war, merken wir an den häufigen Nachfragen zur Behandlung der Wirbelsäule.«

Brigitte Koch jedenfalls ist glücklich. Sie wird nun in eine ambulante Reha gehen und bekommt regelmäßig Physiotherapie. Und noch jemand ist »total glücklich«: Luca, der elfjährige Enkel von Brigitte Koch. »Jetzt hat die Oma endlich keine Schmerzen mehr«, freut er sich.
Jeden Donnerstagnachmittag und nach Vereinbarung bieten die Neurochirurgen am EBS eine Sprechstunde für Patienten an. Kontakt kann man aufnehmen unter Telefon 05561/940-264 über die Chirurgische Ambulanz.oh

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