Jetzt geht es an die Gästehaus-Ausstattung

Bauarbeiten am Umbau am Kohnser Weg beendet | Im Kosten- und Zeitplan | Übergabe ans DRK am 1. Januar

Der Eröffnungstermin 27. Januar steht. Im neuen Einbecker Jugendgästehaus »Henry Dunant« am Kohnser Weg sind die Hochbauarbeiten beendet. »Das ist ein Meilenstein«, stellte der Fachbereichsleiter Stadtentwicklung und Bauen, Frithjof Look, bei einem Rundgang mit Arnd Severidt, Fachbereichsleiter Soziales, weiteren Mitarbeitern der Verwaltung und Vertretern des DRK, dem künftigen Betreiber, fest.

Einbeck. »Wir sind sowohl im Kostenrahmen als auch im Zeitplan geblieben«, betonte Frithjof Look weiter. Die Kosten belaufen sich auf rund 995.000 Euro, wobei einige Abrechnungen noch ausstehen; und die vorgegebenen Bauzeit von siebeneinhalb Monaten wurde auch eingehalten: Baubeginn war am 18. April.
Die meisten Gewerke konnten innerhalb der Region vergeben werden, viele Handwerker kamen dabei aus Einbeck.

Das Deutsche Rote Kreuz, Kreisverband Einbeck, wird das Jugendgästehaus künftig betreiben. Der Termin der Übergabe zum 1. Januar werde eingehalten, bestätigte Arnd Severidt.

Das DRK, berichtete der künftige Leiter des Hauses, Jan Störmer, sei derzeit dabei, die Einrichtung zu beschaffen. Fast alle Bestellungen seien inzwischen aufgegeben. »Nächste Woche geben sich die Lieferanten hier die Klinke in die Hand«, kündigte er an. Für die Einrichtungen werden weitere 200.000 Euro investiert.

Während die Baukosten zu zwei Dritteln aus dem Programm »Kleine Städte und Gemeinden« förderfähig sind, gibt es für die Einrichtung keine Förderung.

Das Haus verfügt über 53 Betten, darin sind zwei Zustellbetten enthalten. Es setzt komplett auf Selbstversorgung, wobei eine Belieferung allerdings möglich ist. Im Erdgeschoss werden zwei behindertengerechte Vier-Bett-Zimmer mit entsprechender Toilette/Dusche eingerichtet. Diese Übernachtungsmöglichkeit ist auch buchbar für Tagesgäste, beispielsweise Radtouristen. Es gibt eine kleine eigene Küche, die die Besucher nutzen können. Außerdem steht eine große Küche für die Gruppen zur Verfügung in direkter Verbindung zum Multifunktionsraum, in dem auch gegessen wird. Davor wird im Frühjahr noch eine Außenterrasse angelegt. Ein Medienraum wird auch ausgestattet. Ein Vorratsraum, in den angeliefert wird, erhält über eine eigene Verbindungstür nach draußen.

Ein Hauswirtschaftsraum ist mit je zwei Waschmaschinen und Trocknern ausgestattet.

Im oberen Stockwerk gibt es fünf Zimmer mit jeweils sechs Betten – drei Stockbetten – sowie zwei Betreuer-Zimmer mit je vier Betten und eigener Dusche/Toilette. Durch Hochklappen lassen sich aus den Vier- auch Zweibett-Zimmer machen. Die großen Schlafzimmer haben keine eigenen Nasszellen; für die Gäste sind Sanitärräume mit Duschkabinen und Toiletten eingerichtet. Zwei verschiedene Gruppen können als Selbstversorger parallel im Haus untergebracht werden.

Die Namensnennung des Gästehauses erfolgte nach dem Gründer des Roten Kreuzes, Henry Dunant (1828 bis 1910). Das musste, ebenso wie das einprägsame Logo mit dem Haus-Giebel, vom Bundesverband des Deutschen Roten Kreuz in Berlin genehmigt werden.

Die Eröffnung ist auf den 27. Januar terminiert. Eine Woche später werden die ersten Gruppen erwartet, wobei es keine Altersbindung gibt: »Jugend«-Gästehaus ist nicht wörtlich zu nehmen.

Das neue Einbecker Jugendgästehaus verfügt über 800 Quadratmeter Fläche, verteilt auf zwei Stockwerke.

Nach dem Haus der Jugend und dem Jugendgästehaus geht es am Kohnser Weg mit dem dritten Projekt weiter: Wie Frithjof Look berichtete, laufe derzeit die Vergabe für die Architekturleistungen für die geplante Multifunktionshalle.ek

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