Minkner tritt in Hankensbüttel an

Früherer Einbecker Bürgermeister kandidiert bei Wahl am 25. Mai

Einbeck. Manchmal ist die Welt klein, dann fügt sich eins zum anderen, und Zufälle, persönliche Kontakte und gemeinsame Bekannte können, wie in diesem Fall, eine Rolle spielen: Ulrich Minkner wird voraussichtlich am 25. Mai als Bürgermeisterkandidat in der Samtgemeinde Hankensbüttel im Landkreis Gifhorn antreten. In der vergangenen Woche ist der 56-jährige frühere Einbecker Bürgermeister einstimmig von der Wählergruppe »Pro Samtgemeinde Hankensbüttel« nominiert worden; jetzt werden Unterstützungsunterschriften für seine Kandidatur gesammelt.Die Samtgemeinde Hankensbüttel hat rund 9.000 Einwohner, sie leben in 25 Ortschaften; die Gemeindefläche beträgt 290 Quadratkilometer. Zur Samtgemeinde gehören fünf Gemeinden, Hankensbüttel ist mit 4.500 Einwohnern die größte.

Der Rat hat einschließlich des parteilosen Bürgermeisters 23 Sitze. Die CDU verfügt über elf Mandate, die SPD über fünf, die Grünen über drei, die FDP hat einen Sitz, und eine Wählergemeinschaft stellt zwei Ratsmitglieder. Die Amtszeit von Samt­gemeindebürgermeister Andreas Taebel endet regulär 31. Oktober dieses Jahres. Er will sich erneut zur Wahl stellen. Einen gemeinsamen Kandidaten haben SPD, FDP, Grüne und Wählergemeinschaft in Ulrich Mink­ner gefunden. Von Parteifreunden, die in den Landkreis Northeim persönliche Kontakte haben, ist er angesprochen worden, und er hat zugestimmt. Als SPD-Kandidat wird er aufgrund des »bunten« Parteienbündnisses allerdings nicht antreten. Seine vier Unterstützer-Parteien haben deshalb die Wählergruppe »Pro Samtgemeinde Hankensbüttel« gegründet. Bei einer Versammlung am Donnerstagabend wurde der Einbecker nach einer überzeugenden Präsentation einstimmig nominiert. Anschließend fühlten ihm die Teilnehmer der Veranstaltung »auf den Zahn« und gaben ihm Gelegenheit, zu unterschiedlichen Themen Stellung zu beziehen.

Die Bewerbungsfrist für die Kandidatur endet am Freitag, 4. April. Bis zur Wahl – zeitgleich mit der Europa- und auch der Landratswahl in Gifhorn – wird der 56-Jährige dann überall seine Vorstellungs­runden absolvieren. Anstrengende acht Wochen kommen auf ihn zu.

Sollte er gewählt werden, wird er sich in Hankensbüttel niederlassen, dabei aber auch weiterhin ein Standbein in Einbeck behalten. Bei einer Entfernung von 145 Kilometern wäre das Pendeln jedoch zu anstrengend, zumal Bürgermeister kein 40-Stunden-Job sei, wie er bei seiner Vorstellung betont hatte.ek

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