Mit Messern und Schusswaffe:

»Aussprache« eskaliert

Einbeck. Drei Verletzte forderte eine Streitigkeit, die am Mittwochabend, 17. November, gegen 20.10 Uhr unter Einsatz verschiedener Waffen in der Einbecker Kapellenstraße ausgetragen wurde. Beteiligt waren mehrere männliche Personen. Die Auseinandersetzungen mündeten nach Angaben der Polizei darin, dass versucht wurde, sich gegenseitig zu töten.

Ein 41-jähriger Mann suchte zur Tatzeit gemeinsam mit seinen beiden Söhnen, 19 und 17 Jahre alt, einen 32-jährigen Einbecker an dessen Wohnhaus auf, um diesen zur Rede zu stellen. Der 32-Jährige hatte vor einigen Tagen Strafanzeige wegen Körperverletzung gegen ein Mitglied der anderen Familie erstattet. Mit mehreren Messern bewaffnet stellte sich der 32-jährige vor seinem Wohnhaus dieser Aufforderung zu einer Aussprache. Hier eskalierte das Geschehen, berichtet die Polizei.

Im Zuge der folgenden handgreiflichen Auseinandersetzungen erlitten der 41-Jährige, der 17-jährige Sohn und der 32-Jährige selbst Stich- und Schnittverletzungen. Der genaue Ablauf des Geschehens wird von den Beteiligten widersprüchlich dargestellt. Der ältere Mann wurde dabei durch Stiche in den Oberkörper lebensgefährlich verletzt. Er befindet sich inzwischen aber nicht mehr in Lebensgefahr. Alle drei Opfer müssen weiterhin stationär in unterschiedlichen Krankenhäusern behandelt werden.

Im Verlauf der Auseinandersetzungen gab der 19-jährige Sohn einen Schuss aus einer Waffe, die er dabei hatte, auf den 32-jährigen Mann ab, der diesen allerdings verfehlte. Der Schütze wurde vorläufig festgenommen, er befindet sich derzeit im Polizeigewahrsam. Über Untersuchungshaftbefehle gegen alle vier Personen sollte im Lauf des gestrigen Tages entschieden werden.

Alle Beteiligten haben einen Migrationshintergrund mit unterschiedlichen Nationalitäten: Bei dem 41-Jährigen und seinen Söhnen handelt es sich nach Polizeiangaben um Libanesen, der 32-Jährige ist türkischer Abstammung. Die Polizei musste insgesamt 30 Beamte aus den Dienststellen Northeim, Einbeck, Bad Gandersheim und Osterode einsetzen. Ebenfalls beteiligt waren Sanitäts-Rettungskräfte aus dem Kreisgebiet. Die Einbecker Feuerwehr rückte gegen 20.30 Uhr aus, um die Einsatzstelle auszuleuchten. Die Ermittlungen dauern an, sie werden durch die Beamten des Zentralen Kriminaldienstes der Polizeiinspektion Northeim/Osterode mit Unterstützung des Polizeikommissariats Einbeck geführt.

Mögliche weitere Zeugen dieser Auseinandersetzung werden gebeten, sich bei der Polizei in Northeim unter der Telefonnummer 05551/70050 zu melden.

Messerstecherei in Einbeck
oh/ek

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