Orkan zerstört größtes Ameisenvorkommen der Region

Opperhausen. Nicht nur für die Waldbesitzer von Ahlshausen-Opperhausen bedeutet die fast völlige Vernichtung ihres Nadelwaldes durch »Friederike« eine wirtschaftliche Katastrophe, auch dem rund 350 Nester starken Ameisenvorkommen wurde die Nahrungsgrundlage über Nacht entzogen.

Mit der Vernichtung der Fichten verlieren die Ameisen ihre Honigtauproduzenten. Immerhin benötigt ein Ameisenvolk zirka 100 bis 150 Liter Honigtau jährlich. Diese kohlehydratreichen Zuckerverbindungen werden von Rindenläusen aus den Siebröhren des Baumes gezapft.

Zwar können die Ameisen kurzfristig die Wurzelläuse beernten, doch auch dieser Honigtaustrom wird schon nach einem Jahr versiegen. Es bleibt zu hoffen, dass sich schnell eine Schlagflora aus Birke, Holunder, Weidenröschen und Fingerhut einstellt, um durch den Nektar gewissermaßen einen knappen Honigtauersatz zu bekommen. Der Rückebetrieb und das Aufräumen der Unmengen an Fichtenreisig werden viele Nester zerstören, das ist unvermeidlich.

Die Ameisenschutzwarte plant daher nach der Frostperiode mit zahlreichen Helfern und den örtlichen Jugendfeuerwehren, die Nester kenntlich zu machen und vom verdämmenden Reisig zu befreien. Sicherlich werden auch einige Nester in unzerstörte Nadelwälder umgesiedelt.

Die Regionalgruppe Südliches Niedersachsen hatte vor zwei Jahren alle 350 Nester der Region kartiert, sodass nach Abschluss der Aufräumarbeiten der Verlust sehr genau beziffert werden kann. Die Ameisenschutzwarte trifft sich am Sonnabend, 17. März, um 15 Uhr im Haus des Jugendrotkreuzes in Einbeck.

Der Vorsitzende Gert Habermann wird mit vielen Fotos über die zahlreichen Aktivitäten des vergangenen Jahres und insbesondere mit eindrucksvollen Bildern über den Windwurf berichten. Gäste sind willkommen. Eintritt, Kaffee und Kuchen sind frei.oh

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