Rat Einbeck

Personalentwicklung im Blick

Verwaltung legt Personalbericht vor | Zahlen, Altersstruktur, Nachwuchs

Einbeck. Erneut hat Einbecks Stadtverwaltung dem Rat einen Personalbericht vorgelegt. Seit 2017 zieht die Verwaltung darin Bilanz über ihre personellen Ressourcen. Dabei gelte es, dafür Sorge zu tragen, dass zu jedem Zeitpunkt eine genügende Zahl von Mitarbeitern zur Verfügung stehe, die die notwendigen Qualifikationen und Erfahrungen besitzen, um den vielfältigen Aufgaben einer Kommunalverwaltung auf möglichst hohem Niveau gerecht zu werden.

Das erfordere eine umfassende Personalplanung und Entwicklung. Diese Vorbemerkungen von 2017 seien auch für 2019 der rote Faden, heißt es in den Ausführungen. Gedacht ist der Bericht für die Verwaltung als Instrument zur Steuerung und Planung, für die Kommunalpolitik, die über den Rat und die Ausschüsse ein Akteur für Personalthemen ist, sowie für die Öffentlichkeit, denn die Stadt Einbeck als attraktiver Arbeitgeber ist eines der strategischen Oberziele der im vergangenen Jahr entwickelten Gesamtstrategie.

Die Zahl der Mitarbeiter ist von 360 auf 357 leicht gesunken, ebenso die Zahl der versicherungspflichtig Beschäftigten im Angestelltenverhältnis: von 336 auf 334. Um eine Person von 24 auf 23 verringert hat sich die Zahl der Beamten. Einen Rückgang von elf auf neun gab es bei den Beschäftigten mit Schwerbehinderung. Von drei auf vier gestiegen ist die Zahl der Beschäftigten mit nicht-deutscher Staatsangehörigkeit.

Die Stadt war Arbeitgeberin für 222 Frauen und 135 Männer – die Zahlen haben sich jeweils nur geringfügig verändert. Dies sei, hießt es in den Erläuterungen, nur scheinbar der Ausweis einer mehr als vorbildlichen Gleichstellung. Vielmehr zeige sich die noch immer klassische Verteilung von Frauen auf Männern auf die verschiedenen Tätigkeitsfelder. So liege der Frauenanteil etwa im Bereich der Kindertagesstätten bei nahezu 100 Prozent, wohingegen im Kommunalen Bauhof nur 14 von 75 Beschäftigten Frauen seien. Der Anteil der Frauen werde geringer, je höher die Stelle dotiert sei: Alle fünf Fachbereichs- und Eigenbetriebsleiter sind Männer; unter den Sachgebietsleitungen gibt es neben neun Männern nur fünf Frauen.

Die Teilzeit-Quote lag bei 49,2 Prozent beziehungsweise 174 Personen. Darunter fanden sich nur 14 Männer. Es bleibe abzuwarten ob das Audit »berufundfamilie« mittelfristige Auswirkungen zeige.

Das Durchschnittsalter der Beschäftigten lag bei der Stadtverwaltung bei 47,82 Jahren, beim Kommunalen Bauhof bei 49,63 Jahren und bei der Stadtentwässerung bei 49,55 Jahren. Dieser Wert ist ein Anhaltspunkt dafür, welche Anstrengungen zur Personalgewinnung und zum Wissenstransfer in den kommenden Jahren unternommen werden müssen, um Personalverluste durch den Ruhestand auszugleichen. Im Vergleich zum Vorjahr konnte das Durchschnittsalter – außer bei der Stadtentwässerung – jeweils leicht gesenkt werden. Derzeit sind es 97 Beschäftigte, die mindestens 57 Jahre alt sind und in den kommenden Jahren in den Ruhestand gehen könnten. Davon ausgehend, dass die Ausbildung einer Nachwuchskraft drei Jahre in Anspruch nehme, sei die Zahl der nachzubesetzenden Stellen erheblich, selbst mit Blick darauf, dass nur ein Teil aus eigener Kraft zu füllen wäre.

Der Krankenstand lag im vergangenen Jahr bei 7,48 Prozent, was über dem bundesweiten Arbeitnehmerdurchschnitt, aber kaum über der Größenordnung im öffentlichen Dienst lag. Gegenüber dem Vorjahr gab es einen leichten Rückgang; es sei, hieß es, noch zu früh für die Überlegungen, ob dies erste Erfolge von Maßnahmen zur Betrieblichen Gesundheitsförderung seien. Bereiche wie Kommunaler Bauhof und Kindertagesstätten wiesen einen deutlich höheren Krankenstand auf als klassische Verwaltungstätigkeiten.

Für das aktive Personal wurden im vergangenen Jahr 15,681 Millionen Euro aufgewendet nach 15,33 Millionen Euro im Vorjahr, wobei die Personalkostensteigerung unter der tariflichen Kostensteigerung gehalten werden konnte.

Aufgeführt sind Maßnahmen zur Personalentwicklung. Dazu zählten ein Info-Tag für die neuen Auszubildenden, eine Dienstvereinbarung zum Beurteilungswesen, die Betriebliche Gesundheitsförderung und die Einführung eines Betrieblichen Gesundheitsmanagements.

Seit Dezember ist die Stadtverwaltung für »berufundfamile« zertifiziert. Damit wird eine familien- und lebensphasenbewusste Personalpolitik gewürdigt. Ziele und Maßnahmen werden in den kommenden Jahren umgesetzt. Durch die Auditierung werde die Attraktivität der Stadtverwaltung als Arbeitgeber deutlich erhöht.ek

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