Signale erleichtern Straßenquerung

Blindenampeln weisen akustisch und taktil auf Grünphasen hin

Blindenampeln sind an dem bekannten Symbol zu erkennen, sie weisen mit akustischen und taktilen Signalen auf Grünphasen hin.

Einbeck. Blindenampel erleichtern Personen mit Seheinschränkungen, Straßen sicher zu überqueren. Werde der Knopf unterhalb des Gerätes gedrückt, zeigen akustische und taktile Signale Grünphasen an, erklärten Thomas Kreykenbohm und Matthias Erdmann vom Straßen- und Grünflächenmanagement der Stadtverwaltung Einbeck.

Anders als bei Anforderungsampeln wie am ZOB, am Stadion oder am Schulzentrum schalten sie aber nicht schneller auf Rot, sondern behalten ihre Taktung, sie erleichtern aber mit Signalen die Straßenquerung. Am Neustädter Kirchplatz und durch die Reaktivierung der Ilmebahn-Strecke am Neuen Rathaus gibt es Fußgängerampeln mit Blindentaster, erkennbar an dem bekannten Logo.

Sie sind in greifbarer Höhe an Ampelmasten angebracht und haben an der Unterseite einen speziellen Sensor mit erfühlbarem Pfeil. Blinde und sehbehinderte Menschen erhalten akustische und vibrierende Signale bei beginnender Grünphase. Das »Auffindesignal« - wie am Neuen Rathaus durch Lautsprecher verstärkt« läuft bei eingeschalteter Ampel dauerhaft. Stopplinien mit Noppensteinen oder Rillenplatten signalisieren im Vorfeld als Blindenleitsystem die Möglichkeit zur Querung, sie zeigen ebenfalls die Laufrichtung an.

Nach Anforderung per Taster gibt es bei Grünphasen das »Freigabesignal«: einen Vibrationsimpuls und schnelles Piepen (piep, piep, piep). Der ertastete Pfeil gibt ebenso die Laufrichtung der Querung an. Bei glatter Ausführung kann man die Kreuzung ohne Halt überwinden.

Bei einem Pfeil mit einer Halbkugel oder mit einem Querbalken folgen weitere Vekehrs-inseln mit Ampeln. Hat das Zeichen eine Querkerbe auf, wird auf Gleise oder Busspuren hingewiesen. Zudem treten für alle Verkehrsteilnehmer deutliche und laute Warnhinweise auf, wenn ein Zugfahrt über die Kreuzung am Neuen Rathaus bevorsteht, erklärte Kreykenbohm.

Bedarfsampeln, die auf Anforderung die Grünphase einleiten, seien häufiger im Stadtgebiet zu finden, sagte Erdmann, Unterstützungsfunktionen für blinde und sehschwache Personen haben sie nicht. Sie gibt es unter anderem am Königsberger Platz, bei der Feuerwehr Einbeck, am Schulzentrum, an der Stadionhalle, am ZOB; an den Ecken Hannoversche Straße/Fichtestraße und Altendorfer Straße/Neue Straße sowie in Wenzen und Müllershausen.mru/rs

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