Spannende Steinzeit im Museum: Schüler als erfolgreiche Jäger und Sammler

Einbeck. Wie sah es in der Gegend von Einbeck vor 5.000 Jahren aus? Wie lebten die Menschen zu dieser Zeit? Die Augen leuchteten, während die Schüler des 5. Jahrgangs der IGS den lebendigen Erzählungen von Marion Bartels folgten. Die Mädchen und Jungen hatten den Unterrichtsraum verlassen, um eine Lehrstunde der anderen Art zum Thema »Steinzeit« zu erleben. Passend zum aktuellen Unterrichtsstoff im Fach Gesellschaftslehre bot das Einbecker Stadtmuseum eine Führung durch einen Teil der Ausstellung an. Vor den Vitrinen und Schaukästen wurde es dann entsprechend spannend. Jeder wollte einen Blick auf die Schätze ergattern.

Äxte, Knochen und Messer aus Feuersteinen wurden ebenso bestaunt wie Vasen und Musikinstrumente – alles Fundstücke aus der Gegend und damit der Heimat der Schüler. Diese Gegenstände – auf den ersten Blick oft kaum als Schatz zu erkennen – dienten als roter Faden für die Beschreibungen und Erzählungen von Marion Bartels. Sie führte die Besucher zudem durch erste Siedlungen, hinein in die ersten Behausungen, erklärte Jagdmethoden und -Ausrüstung und beschrieb die Vorgehensweise von Archäologen. So konnte nicht nur der aktuelle Unterrichtsstoff wiederholt und aufgefrischt werden.

Die Schüler lernten ganz nebenbei auch viel Neues und erhielten Einblicke in das Berufsfeld des Archäologen. Natürlich durften sich die jungen Gäste schließlich selbst an steinzeitlichen Werkzeugen probieren. Mit Faustkeilen, Klingen aus Feuersteinen und größeren Steinen konnten die Mädchen und Jungen Haselnuss- und Weidenäste schnitzen, Äpfel und Birnen zerteilen und Nüsse knacken. Nicht wenige waren überrascht und begeistert, wie praktikabel diese vermeintlich einfachen Werkzeuge doch waren. Und so schälten und schnitzten die Schüler um die Wette, bis kein Apfel, keine Nuss und kein Zweig mehr übrig waren – ganz wie erfolgreiche Jäger und Sammler.oh

Bänke haben Handlungsbedarf

Hören, riechen und sehen im Märchenwald