Ausschuss für Kultur, Schule und Sport

Ausschuss für Kultur, Schule und Sport

Gut genutzt, aber mehr Zuspruch möglich | Verwaltung hat Wünsche zum Stadion abgefragt

Ein Angebot für Skater ist die Anlage am Kreienser Bahnhof, die der Ausschuss für Kultur, Schule und Sport bei seiner jüngsten Sitzung besichtigt hat. Die Jugendpflege soll, so der Wunsch des Ausschusses, stärker dafür werben, und es soll eine bessere Beschilderung erfolgen.

Kreiensen. Welches sind die Bedürfnisse der Nutzer hinsichtlich der Sportanlagen, speziell beim August-Wenzel-Stadion? Darüber hat der Ausschuss für Kultur, Schule und Sport bei seiner jüngsten Sitzung beraten. In diesem Zusammenhang ging es auch um Angebote für Skater. Dazu besichtigte der Ausschuss die Anlage am Kreienser Bahnhof.

Vor 20 Jahren gebaut, vor zehn Jahren erneuert

»Jede Menge Scherben!« Der erste Eindruck der Skateranlage am Kreienser Bahnhof war für die Ausschussmitglieder, die sich dort unter Leitung der Vorsitzenden Beatrix Tappe-Rostalski, CDU, getroffen haben, nicht der beste. Wer dafür verantwortlich war, darüber konnte nur spekuliert werden. Und einen Besen vor Ort zu deponieren, um die Verursacher zu mehr Sauberkeit anzuhalten, diese Idee wurde schnell verworfen. Die Anlage werde, berichtete der ehemalige Jugendpfleger von Kreiensen, Eckhard Rutha, aber sehr gut angenommen. Sie wurde vor 20 Jahren mit Hilfe einer privaten Spende gebaut und vor zehn Jahren erneuert. Der Ortsrat sorgt für die Pflege des Bereichs. Als »übelst cool« bezeichnete ein Jugendlicher, der gelegentlich hier fährt und dafür extra anreist, die Anlage. Hier würden, erklärte er dem Ausschuss, »erfahrene Moves« gefahren, die man zuvor, möglichst ohne Publikum, geübt habe.
Heute habe man andere Ansprüche an ein solches Angebot als zur Bauzeit, stellte Fachbereichsleiter Arnd Severidt fest. Die etwas abgelegene Lage sei allerdings durchaus von Vorteil: Wenn die Rollen ­krachend aufsetzten, störe das kaum jemanden. Allerdings sei das Gelände dadurch auch weniger im Blick – ein langjährig bekanntes Problem. Grundsätzlich sei es gut, dass die Anlage noch vorhanden sei, betonte der Ausschuss, und somit will er das Angebot weiter unterstützen. Vorgeschlagen wurde, den Platz häufiger zu reinigen. Dafür sollen die Kosten ermittelt werden. Außerdem soll der Weg dorthin besser ausgeschildert werden, und die ­Jugendpflege wurde gebeten, den Skaterpark mehr zu bewerben, unter anderem über das Jugendportal jup. Vielleicht wäre auch ein gemeinsamer Flyer über die Angebote für Jugendliche sinnvoll, so Dennie Klose, SPD, etwa die neue Mountainbike-Strecke, die Multifunktionshalle und die Skateranlage. Den könnte man dann beispielsweise in den Schulen verteilen. Die Jugendpflege solle sich zudem mit den Nutzern treffen und besprechen, ob sie sich weitere Geräte wünschten. Das wurde einstimmig beschlossen. Eine Ausweitung der Anlage wäre dagegen nur schwer umzusetzen, die Flächen gehören zum Bahngelände beziehungsweise werden für Parkplätze benötigt.

Runder Tisch von Vereinen und Schulen

Mit Blick auf die Sportanlagen und den abgelehnten Antrag des Ratsherrn Kloss zur Schaffung eines Outdoor-Skaterparks, einer Outdoor-Rollschuh-Übungsfläche und eines Kunstrasenplatzes hatte der Ausschuss die Verwaltung im Februar beauftragt, einen Runden Tisch einzurichten. Vereine und Schulen, die das Stadion nutzen, sollten daran beteiligt werden. Es sei nun, lobte die Ausschussvorsitzende, eine umfassende Vorlage erarbeitet worden, die die Bedürfnisse der Vereine aufgreife.

Laufender Haushalt: Außen-Sanitäranlagen

Der Einbecker Sportverein hat die Sanierung der Tartanbahn und der Kugelstoßanlage, die Aufstellung eines Schaukastens, die Überprüfung von Drainagen auf dem Hartplatz sowie die Eingrenzung von Vandalismus genannt. Die SVG hat die Sanierung der Außen-Sanitäranlagen, die Beleuchtung am Treppenaufgang am Hartplatz sowie einen Kunstrasenplatz genannt. Gewünscht werden eine gut bespielbare Rasenfläche sowie die Sanierung des Hartplatzes. Für den Rollsportverein wäre eine Außenbahn wichtig, eventuell mit Überdachung. Die Vision sieht drei Plätze aus B- und D-Platz sowie Nebenflächen vor. Von den Schulen wurden ebenfalls ein Kunstrasenplatz sowie Möglichkeiten für Basketball und Volleyball im Außenbereich genannt. In die mittelfristige Planung wurde die Sanierung der Tartanbahn aufgenommen, im laufenden Haushalt soll die Sanierung der Außen-Sanitäranlagen durchgeführt werden. Andere Maßnahmen sind noch zu prüfen. Sanierungsbedarf besteht für die landkreiseigene Außensportanlage am Schulzentrum Greene.

Überprüfung weiterer Maßnahmen

Ein Gesamtsanierungskonzept für die Stadionanlage unter Einbeziehung der Sanierung der Sportplätze, der Laufbahn, der Leichtathletikanlagen, der sanitären Anlagen, der Nebenbereiche, der Tribüne und der Stadionsporthalle kann das Gebäude- und Liegenschaftsmanagement personell nicht leisten; dazu wäre ein externes Planungsbüro zu engagieren. Zunächst müsste entschieden werden, ob dem Wunsch der Vereine, auf der Fläche des jetzigen B- und D-Platzes einen Rasen- und einen Kunstrasenplatz und eine Rollschuhlauffläche zu errichten, mittelfristig nachgekommen werden soll, und welche Maßnahmen über die Sanierung der bestehenden Anlagen hinaus umgesetzt werden sollen.

Kunstrasenplatz

Zu einem möglichen Kunstrasenplatz stellte Klaus-Reiner Schütte, SPD, fest, dass der Bau durch den Sportverein, erfolgen müsse. Nur der sei in der Lage, Zuschüsse zu beantragen. Die Stadt könne sich allenfalls gering beteiligen. Er machte darauf aufmerksam, dass ein Kunstrasenplatz in der Unterhaltung erheblich teurer sei als ein Rasenplatz. Die gleichen Eigentumsverhältnisse würden für die Außenbahnen für Rollschuhläufer gelten. Dem Wunsch zeitnah beziehungsweise mittelfristig nachzukommen, halte er nicht für möglich, er sehe keine Perspektive in den städtischen Finanzen.
Vereine: Eigenbeteiligung und Fördermittel

Für mehr Eigenbeteiligung der Vereine sprach sich ebenfalls Antje Sölter, CDU, aus, aber sie sehe auch, dass das schon immer »nicht einfach« gewesen sei. Für die Stadt jedenfalls werde es schwierig, die Wünsche zu erfüllen, zumal bei steigenden Kosten.

Die Vereine würden Fördermittel bekommen, sofern sie Eigentümer der Flächen seien oder die Verträge entsprechend langfristig verlängert würden, bestätigte Fachbereichsleiter Severidt. Zudem gebe es für die Vereine die Auflage, an entsprechenden Schulungen zur Förder-Beantragung teilzunehmen.
Das Geld sei nicht vorhanden, das müsse man festhalten, so Dennie Klose. Gut sei, dass Vereine nach Bedarf und Wünschen gefragt wurden.

Beschlussvorschlag

Der Beschlussvorschlag sah die Unterhaltung der Stadionsportanlage im erforderlichen Umfang vor, einschließlich geplanter Investitionen. Weitergehende Maßnahmen müssten in den Fraktionen beraten werden.ek