»Jugendfeuerwehr Greene ist eine Erfolgsgeschichte«

Der Nachwuchs der Feuerwehr Greene feierte am Sonnabend sein 50-jähriges Bestehen im Landhaus Greene

Über 200 Gäste nahmen an den Feierlichkeiten zum Jubiläum der Jugndfeuerwehr Greene teil.

Greene. »Etwas kann man heute mit Recht und Überzeugung sagen, die Jugendfeuerwehr Greene ist eine Erfolgsgeschichte geworden«, so Ernst Müller auf der Jubiläumsfeier am vergangenen Sonnabend im Landhaus Greene. Über 200 Gäste hatten sich zu den Feierlichkeiten eingefunden. Die Begrüßung übernahm der Ortsbrandmeister Frank Kubieniec, der auch zahlreiche Ehrengäste sowie auch die Delegation der Jugendfeuerwehren der Stadt Einbeck, des Brandabschnitts Northeim, die befreundeten Feuerwehren Leineturm und Kreiensen sowie den Greener Schützenverein begrüßen konnte. Einen Überblick über die Historie der Jugendfeuerwehr gab der Mitbegründer Ernst Müller. »Nur wer die Jugend einbindet, kann die Zukunft gestalten«, so Müller, der 20 Jahre die Jugendfeuerwehr (JF) mitbegleiten konnte. 15 Jungen begannen in der JF, an Mädchen sei damals noch gar nicht zu denken gewesen.

reizeitaktivitäten, Landes-Jugendfeuerwehrtage, Zeltlager und Wettkämpfe wurden durchgeführt, so Müller, der sich bei der Gelegenheit für die gute Zusammenarbeit mit dem Kommando der Feuerwehr Greene bedankte. Gerne habe man auch anderen Jugendfeuerwehren beim Aufbau geholfen. Dies gelte besonders für die JF Berlin-Staaken, die an dem Abend Glückwünsche als Video-Botschaft überbrachte. 1988 hätten Eckhard Lucht und Müller die JF an Carsten Winkler und Frank Kubieniec übergeben. Heute seien Yannik Winkler und Annika Kubieniec verantwortlich. »Ich finde es großartig, wie Ihr dieses Arbeit erfolgreich weiterführt«. Aber Müller erwähnte auch die erfolgreiche Arbeit von Nicole Durau mit der Kinderfeuerwehr. Yannik Winkler bezeichnete es als großen Meilenstein, als im Jahr 1989 erstmals Mädchen in die JF aufgenommen wurden. Was damals etwas Neues und Besonderes gewesen sei, sei heute selbstverständlich. Winkler hob in seiner Rede besonders den engen Kontakt der ehemaligen Jugendwarte und deren Stellvertreter zur JF hervor. »Heute bilden wir mit 24 Mitgliedern die zweitgrößte Jugendfeuerwehr im Landkreis Northeim und sind die größte im Stadtgebiet Einbeck«, so Winkler, was Dank der tollen Arbeit der Kinderfeuerwehr auch so bleiben solle. Winkler dankte auch im Namen seiner Stellvertreterin Annika Kubieniec für die Unterstützung zahlreicher Betreuer, was ihnen erlaube, qualitativ gute Dienste halten zu können. Im Sommer soll im Rahmen des Jubiläums wieder ein Zeltlager im dänischen Hvide Sande stattfinden.

»Der Landkreis ist stolz auf seine Kinder- und Jugendfeuerwehren«, betonte die Landrätin Astrid Klinkert-Kittel. Die Arbeit mit den Jugendlichen sei sinnvoll, um qualifizierten Nachwuchs hervorzubringen, der bei Gefahr Hilfe leisten kann.

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Roy Kühne dankte den jungen Leuten, dass sie sich für dieses Hobby entschieden hätten. »Es gibt so viele Freizeitanreize. Aber Ihr lernt noch bei Eurem Hobby, und das kann später Leben retten«, so Kühne. »Die Gesellschaft braucht Euch«. Auch der Ortsbürgermeister Frank-Dieter Pfefferkorn drückte seinen Stolz aus. »Wenn es so weitergeht wie bisher, habe ich um die Zukunft der Jugendfeuerwehr keine Sorge«, so Pfefferkorn.
»50 Jahre, das ist unendlich lange und bedeutet auch viele Erinnerungen«, sagte Konstantin Mennecke, Vertreter der Kreisjugendfeuerwehren.

Glückwünsche überbrachten auch Marcus Seidel, Stellvertretender Bürgermeister der Stadt Einbeck, und der Kreisbrandmeister Bernd Kühle, der auch den Betreuern für ihre unersetzliche Arbeit dankte. Und an die Jugend appelliere er: »Kommt in den aktiven Feuerwehren an, damit diese erhalten bleiben«. Der Bezirksbrandmeister a. D. Ottmar Niemann betonte die Wichtigkeit der Jugendarbeit, die auch sozialpädagogische Aufgaben übernehme. »Wir sind stolz auf unsere Jugendfeuerwehr«, sagte Carsten Winkler, Vorsitzender des Feuerwehrvereins, der, was das Finanzielle anginge, auch weiterhin Unterstützung zusicherte.

Im weiteren Verlauf wurden Annika Kubieniec zur Oberfeuerwehrfrau und Yannik Winkler zum Löschmeister befördert. Die Ehrennadel in Silber des Niedersächsischen Feuerwehrverbandes erhielt Jens von Seelen für besondere Verdienste. Frank Kubieniec zitierte aber auch Ernst Müller auf die Bühne, der für sein Wirken in der Jugendfeuerwehr geehrt wurde.

»Du hast damals weiter geschaut und wir sind froh, dass Du den Mut zur Gründung bewiesen hast«, so Kubieniec. Für eine langjährige und vertrauensvoll gute Zusammenarbeit wurde auch der Redakteur des Gandersheimer Kreisblatts Jörg Zickfeld geehrt und erhielt neben einem Präsentkorb eine goldene Kamera. Als wohlwollend, aber auch realistisch bezeichnete Kubieniec die Berichteerstattung Zickfelds über viele Jahrzehnte hinweg.

Neben zahlreicher finanzieller Unterstützungen, die an dem Abend der Jugendfeuerwehr überreicht wurden, übergab auch Ernst Müller einen symbolischen Scheck in Höhe von 500 Euro. Musikalisch begleitet wurde der Abend von DJ Alex. Der Erlös aus der Tombola kommt der Jugendarbeit und dem Jubiläums-Zeltlager in Dänemark zugute kommt.hn