Sorge um Entwicklung bei der 380-kV-Trasse

Bürgerinitiative Verein BÜRGER PRO ERDKABEL nimmt Stellung/Entschädigungsverträge

Billerbeck/Kreiensen. Der Verein BÜRGER PRO ERDKABEL Harzvorland e.V. sieht die Entwicklung um die 380-kV-Trasse Wahle-Mecklar in unserem Abschnitt B mit großer Sorge entgegen, so der 1. Vorsitzende Reinhard Brinckmann (Foto). »Der Planfeststellungsbeschluss liegt bis heute noch nicht vor aber TenneT TSO versendet fleißig Entschädigungsverträge und lockt mit einem »Energiewendebeschleunigungszuschlag« der aber auf zehn Wochen befristet ist«, so der Vorsitzende.

Reinhard Brinckmann weiter: »Dieses Angebot ist zwar verlockend für den Grundstückseigentümer, hat jedoch auch seine Tücken, denn wer hier unterschreibt erkennt die Trasse in Gänze an und ist von weiteren zusätzlichen Vereinbarungen ausgeschlossen. Ein ständiges Bedrängen von TenneT TSO zur Unterzeichnung der Verträge erweckt nicht gerade den Ruf eines seriösen Unternehmens. Ebenso sind TenneT TSO wie auch das Planungsbüro K2E nicht bereit auf Forderungen der Eigentümer einzugehen.

Wenn andere Entschädigungssätze im Nachhinein ausgehandelt werden, (die Verhandlungen mit dem Landvolk laufen noch) hat der, der jetzt unterschreibt, ein Nachsehen. Auch können mit dem Planfeststellungsbeschluss andere Rahmenbedingungen festgelegt werden. Selbst wenn der Planfeststellungsbeschluss vorliegt, wird vermutlich noch nicht sofort gebaut, denn es ist damit zu rechnen, dass einige Grundstückseigentümer oder sogar auch Verbände oder Vereine den Planfeststellungsbeschluss oder das Verfahren an sich in Frage stellen werden und den Klageweg beschreiten werden.

Ein weiteres Thema sind die bodenkundlichen Untersuchungen, wo TenneT TSO ebenfalls Verträge, sogenannte Eigentümerzustimmungen oder Pächterzustimmungen, zur Unterschrift versendet. Hier werden Bohrungen bis zu 25-Meter-Tiefe durchgeführt, um Maststandorte oder andere beanspruchte Flächen, durch den Vorhabenträger, auf ihre Beschaffenheit zu überprüfen. Es wird also fleißig gebohrt und geprüft, obwohl die Mastenstandorte und der Trassenverlauf noch nicht von der Landesplanungsbehörde bestätigt wurden und somit kein Planfeststellungsbeschluss vorliegt.

Auch bei der Bodenkundlichen Untersuchung drängt TenneT TSO durch mehrmaliges Anrufen bei den Eigentümer auf Unterschrift. Ebenfalls halten wir diese Vorgehensweise als sehr fragwürdig, die nur den Zweck erfüllen kann, der Landesplanungsbehörde unterschriebene Verträge vorzulegen um damit Fakten zu schaffen, so dass die Behörde in ihrer Handlungsfreiheit eingeschränkt ist.«red

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