Zwischen Skandalisierung und Aufklärung

Akzeptanz der modernen Landwirtschaft Thema beim Erntevorgespräch der VR-Bank in Südniedersachsen

Gut besucht war die traditionelle Vorernteversammlung, zu der die VR-Bank in Südniedersachsen eingeladen hatte. Thema war unter anderem die bevorstehende Ernte von Raps und Getreide.

Dransfeld. Der Einladung zum traditionellen Erntevorgespräch sind gut 200 landwirtschaftliche Kunden der VR-Bank in Südniedersachsen gefolgt. Im Fokus stand neben den generellen Markteinschätzungen die bevorstehende Getreide- und Rapsernte und deren praktische Abwicklung für die Erzeuger. Über »Akzeptanz der modernen Landwirtschaft – zwischen Skandalisierung und Aufklärung« referierte Professor Dr. Andreas von Tiedemann, Leiter der Abteilung Pflanzenpathologie und Pflanzenschutz der Universität Göttingen.

Niemals zuvor in der Geschichte sei die Landwirtschaft ihrer gesellschaftlichen Aufgabe der sicheren Versorgung der Weltbevölkerung mit günstigen und hochwertigen Nahrungsmitteln so erfolgreich gerecht geworden wie heute. Zugleich habe es nie zuvor eine solch fundamentale Kritik der Gesellschaft an der Landwirtschaft gegeben. Mit diesem bemerkenswerten Widerspruch befasste sich der Vortrag von Professor Dr. Andreas von Tiedemann.

Der Referent legte die Probleme der Akzeptanz moderner landwirtschaftlicher Produktionstechnologien vor allem am Beispiel des chemischen Pflanzenschutzes dar, der in jüngster Zeit besonders im Mittelpunkt der öffentlichen Diskussion steht.

Jens Ripke, Vorstandsmitglied der VR-Bank in Südniedersachsen, begrüßte die Anwesenden und gab einen kurzen Rückblick auf 2015 für den Finanz- und Warenbereich. Hier konnte er über die am Tag zuvor in der Vertreterversammlung durch die Vertreter der VR-Bank bestätigten aktuellsten Zahlen informieren. »Die VR-Bank in Südniedersachsen ist zur Lösung der großen Herausforderungen in der Zukunft grundsolide aufgestellt«, so Ripke.

»Insbesondere aus den Themenfeldern Nullzins-Politik, Regulatorik und Digitalisierung sind verschiedenste Maßnahmen erforderlich. Hierzu gehört geschäftliches Wachstum ebenso wie eine mögliche Senkung der Verwaltungskosten bis hin zu Kooperationsmodellen. So wurde auch ein Kooperationsvertrag mit der Volksbank Weserbergland abgeschlossen mit dem Ziel, 2017 eine Fusion anzustreben«, erklärte Ripke. Er war überzeugt, dass die Mitarbeiter der VR-Bank die kommende Ernte wieder erfolgreich für die Landwirte abwickeln würden.

Nach dem aufschlussreichen und lebendigen Vortrag von Professor Andreas von Tiedemann erläuterte der Bereichsleiter Agrar, Moritz zu Dohna-Schlodien, die aktuelle Marktsituation an den Getreide- und Ölsaatenmärkten sowie die Modalitäten der diesjährigen Ernteannahme. Bei der anschließenden Diskussion konnten offene Fragen und Anregungen der Kunden erörtert werden.

Der Abend wurde mit einem Essen und vielen guten Gesprächen fortgeführt. Die VR-Bank in Südniedersachsen lobte die langjährige und sehr gute Zusammenarbeit mit den Landwirten und das entgegengebrachte Vertrauen über die vielen Jahre und blickte positiv gemeinsam mit ihren Partnern in die Zukunft.oh