Fußball

»Das Gesamtpaket Hannover hat einfach gepasst!«

Melvin Zimmermann aus Lauenberg ist seit dem vergangenen Sommer in der Regionalliga Nord aktiv

Melvin Zimmermann (links), hier noch im Trikot des FC Eintracht Northeim, spielt seit dem vergangenen Sommer in der Regionalliga Nord für den HSC Hannover.

Lauenberg/Hannover. Seit vergangenem Sommer geht der aus Lauenberg stammende Melvin Zimmermann für den HSC Hannover in der Regionalliga Nord auf Torejagd. Zuvor schnürte der 28-Jährige seine Fußballschuhe acht Jahre lang in der Landes- und Oberliga für den FC Eintracht Northeim. Vor seiner Zeit in der Kreisstadt sorgte Zimmermann bei der SVG Einbeck mit einer beeindruckenden Torquote für Aufsehen. Nicht nur sportlich, sondern auch beruflich zog es den 28-Jährigen in die Landeshauptstadt. Die »EM«-Sportredaktion hat mit Zimmermann über die Regionalliga, die Gründe für seinen Wechsel aber auch über seine Ex-Vereine FC Eintr. Northeim und SVG Einbeck gesprochen.

EM: Kurz vor Weihnachten wurdest du operiert. Was für eine Verletzung hast du dir zugezogen und wie geht es dir?

Zimmermann: Mir geht es gut, Danke! Ich wurde kurzfristig, aber geplant, an der rechten Hüfte operiert, die Verletzung ist schon ein bis zwei Jahre alt. Der Zeitpunkt während des Lockdowns ist sportlich gesehen optimal, denn keiner weiß, wie lange die Saison noch pausiert oder überhaupt fortgesetzt wird.

EM: Im Sommer hast du die Region verlassen und sportlich sowie beruflich in Hannover einen neuen Lebensabschnitt begonnen. Was hat dich zu diesem Schritt bewogen?

Zimmermann: Ich wollte sportlich, aber vor allem beruflich nochmal einen Tapetenwechsel und eine neue Herausforderung suchen. Da sich die Möglichkeit ergeben hat höherklassig zu spielen, hat das Gesamtpaket Hannover einfach gepasst.

EM: Die Regionalliga ist bereits nah dran am professionellen Fußball. Welchen Unterschied gibt es zwischen dem HSC und deinem Ex-Verein FC Eintracht Northeim?

Zimmermann: Den größten Unterschied merkt man auf jeden Fall bei unseren Gegnern, gerade die zweiten Mannschaften der Bundesligavereine trainieren nahezu jeden Tag. Diese Jungs sind extrem athletisch und technisch erstklassig ausgebildet. Der HSC ist ähnlich strukturiert wie die Eintracht, wir versuchen mit geringeren Mitteln das Optimum herauszuholen.

EM: Du wartest noch auf dein erstes Tor in der Regionalliga – wie schwer fällt die Umstellung auf die höherklassige Liga?

Zimmermann: Natürlich sind meine Gegenspieler stärker und das macht es nicht einfacher zu treffen, allerdings habe ich auch noch nicht meine gewünschten Einsatzzeiten auf meiner Stammposition bekommen.

EM: Wenn die Saison fortgesetzt werden sollte, was ist für euch drin? Schafft ihr den Klassenerhalt?

Zimmermann: Ich denke, dass wir in der Abstiegsrunde eine realistische Chance haben uns durchzusetzen, die Qualität dafür haben wir definitiv.

EM: Welche langfristigen Ziele verfolgst du mit dem HSC?

Zimmermann: Das hängt in erster Linie davon ab, ob wir den Klassenerhalt schaffen. Zunächst steht meine Reha im Vordergrund, um wieder richtig fit zu werden.

EM: Ein Blick zurück in die Vergangenheit: 2012 hast du die SVG Einbeck mit 43 Bezirksliga-Treffern in Richtung Northeim verlassen. Wie blickst du heute auf die SVG zurück?

Zimmermann: Ich erinnere mich gerne an mein erstes Jahr im Herrenbereich zurück, das war eine schöne und erfolgreiche Zeit mit vielen alten Freunden. Umso bitterer ist es, welche Entwicklung der Verein danach genommen hat. Er war früher das Aushängeschild der Region, das kann man jetzt leider nicht mehr behaupten. mcmc